Training trotz Muskelkater?

Muskelkater ist immer ein Zeichen für ein intensives Training. Doch was tun, wenn die Muskeln schmerzen und die nächste Trainingseinheit auf dem Programm steht? Liebe ausfallen lassen oder Augen zu durch?

Generell ist zu sagen, dass man bei Muskelkater auf sportliche Betätigung verzichten sollte. Schließlich handelt es sich dabei um feine, kleine Muskelfaserrisse und zugleich eine Übersäuerung des Muskels und Schmerzen stellen immer ein Warnsignal dar. Und wenn der Körper sich vom letzten Krafttraining noch nicht vollständig regeneriert hat, sollte man ihm die nötige Auszeit gewähren, bis der Muskelkater „ausgesessen“ wurde. Denn man darf nicht vergessen, dass der Muskel während der Regenrationsphase wächst.

Training abhängig von Grad des Muskelkaters

Doch dabei kommt es auch immer wieder auf den Grad des Muskelkaters an, den jeder nur für sich selber bestimmen kann.

Brusttraining. Foto: Flickr by Rance Costa

Brusttraining. Foto: Flickr by Rance Costa

Ist der Bewegungsradius stark eingeschränkt und der Schmerz, den ich im Übrigen fast schon genieße, sehr ausgeprägt, ist es ratsam, das Training um ein oder wenn nötig zwei Tage zu verschieben. Denn da es beim Krafttraining vor allem auf eine kontrollierte und saubere Ausführung der Übungen ankommt, stellt der Muskelkater fast eine unüberwindbare Hürde dar. Dadurch wirkt das Training nur destruktiv.

Aufwärmen nicht vergessen

Ist der Muskelkater hingegen nur leicht vorhanden, kann man durchaus trainieren gehen. Hierbei sollte man aber auf seinen Körper hören und auch besser mit geringeren Gewichten trainieren. In diesem Fall darf aber natürlich ein ausführliches Warmup, was von „Freizeit-Pumpern“ gerne mal außen vor gelassen wird nicht fehlen – und zwar nicht nur, wenn man leichten Muskelkater hat.

Mit Splittraining Muskelkater umgehen

Doch wer sich einen gescheiten Trainingsplan bastelt, der kann unnötige Pausen wegen Muskelkater aus dem Weg gehen. Hierfür empfiehlt sich das beliebte Splittraining. Soll heißen, dass man zu bestimmten Trainingstagen nur bestimmte Muskelgruppen trainiert – montags Brust und Bizeps; mittwochs Beine und Schulter; freitags Rücken und Trizeps. Dadurch werden die Muskelgruppen, die von einem Muskelkater heimgesucht werden, an den anderen Trainingstagen weniger bis gar nicht belastet.

Fazit

Bei starkem Muskelkater ist Schonung angesagt, bei geringem sollte das Krafttraining leichter ausfallen bzw. die schmerzenden Muskelpartien via Splittraining nicht auf dem Programm stehen. Und ganz nebenbei: Ich erfreue mich jedes Mal, wenn ich auch noch nach jahrelangem Training einen Muskelkater habe. Wie ihr einen Muskelkater effektiv behandeln könnt, könnt ihr in einem anderen Artikel nachlesen. Einfach hier klicken.

Eure Meinung: Geht ihr trotz Muskelkater zum Training?


One Response to Training trotz Muskelkater?

  1. Rolf 14. März 2010 at 23:28 #

    Hier kann ich nur zustimmen. Ein Muskelkater muss auskuriert werden, sonst kann der Muskel sehr schnell dauerhaft geschädigt werden. Ein guter Trainingsplan ist sicherlich die Grundvorausetzung für ein effektives Splittraining, er verhindert jedoch oft auch einen Muskelkater.

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