Wie entsteht Seitenstechen?

Eigentlich ist es ja ungerecht: Da hat man sich endlich dazu überwunden mehr Sport zu treiben, doch bereits nach kurzer Zeit trübt ein ziemlich unangenehmer, stechender Schmerz im seitlichen Bauchraum die Begeisterung an der körperlichen Bewegung wieder.

Das so genannte Seitenstechen stellt für den Menschen allerdings nicht unbedingt eine Strafe dar, sondern ist lediglich ein Hinweis des Körpers auf eine falsche Belastung. Irgendwie muss er schließlich mit seinem „Besitzer“ kommunizieren.

Über die exakten Ursachen dieses krampfartigen Schmerzes, der vor allem bei untrainierten Ausdauersportlern auftritt, herrschen selbst heute noch zahlreiche Spekulationen, da er auf der rechten und linken Körperseite vorkommen kann.

Jogging, Treppenlaufen © Flickr/lululemon athletica

Jogging, Treppenlaufen © Flickr/lululemon athletica

Als die wahrscheinlichste Möglichkeit sehen Wissenschaftler die Überforderung des Zwerchfells an. Beim Zwerchfell handelt es sich um einen für die Atmung verantwortlichen Muskel des Bauchraumes. Wenn nun der Organismus durch Belastungen in Gang gebracht wird, setzt eine schnelle und zugleich tiefe Atmung ein. Normalerweise wäre das ein positiver Effekt, allerdings wird das Zwerchfell damit ungewohnt stark in Anspruch genommen. Durch einen zusätzlichen Mangel an Sauerstoff zieht sich der Atemmuskel dann schmerzhaft zusammen.

Des Weiteren können Seitenstiche auch durch kalorienreiche Speisen vor dem Sport, psychische Gründe und Mangeldurchblutungen bestimmter Organe, wie Milz, Leber usw., begünstigt werden.

Gerade Anfänger sollten es demnach langsam angehen lassen. Das bedeutet beispielsweise beim Laufen, dass das Tempo ein Gespräch mit dem Partner noch möglich macht. Mit der Zeit steigern sich Belastbarkeitsspanne sowie Muskelkraft und vermindern damit das Risiko des Stechens. Außerdem ist es ratsam mindestens zwei Stunden vor Beginn des Trainings keine feste Nahrung mehr aufzunehmen.


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