Yoga Verletzungen: Welche Risiken bestehen und wie man sie vermeiden kann

Immer mehr Menschen wollen mit Yoga die positiven mentalen und körperlichen Einflüssen erleben. Oftmals wird dabei aber auch vergessen, dass man sich beim Yoga durchaus verletzen kann. Besonders wer den angesagten Trendsport falsch angeht und auf professionelle Unterstützung verzichtet, riskiert Yoga Verletzungen.

Yoga und Verletzung? Daran denken nur die allerwenigsten. Natürlich ist bei vielen anderen Sportarten wie Fußball, Jogging oder Ski fahren das Verletzungsrisiko deutlich höher, doch selbst das scheinbar so softe, entspannte Yoga ist nicht ganz ungefährlich.

Yoga bietet viele Vorteile

Das ist sicher auch der Tatsache geschuldet, dass sich viele einfach mal so aus Neugier an Yoga versuchen wollen. Einfach weil es „in“ ist oder man sich gesundheitliche Besserung verspricht oder auf der Suche nach einer besonderen Form der Entspannung ist.

Yoga. Foto: ejmc/Flickr Es besteht kein Zweifel daran, dass Yoga in vielerlei Hinsicht dem Körper und der Seele gut tun kann. Verspannungen, Rückenschmerzen, Gelenkprobleme, Kreislaufbeschwerden oder Erschöpfung lassen sich mit Yoga durchaus behandeln. Nicht umsonst hilft Yoga dabei, die Muskeln zu straffen, entspannen und zu kräftigen, den Stoffwechsel anzuregen oder das Immunsystem und Blutwerte zu verbessern.

Voraussetzungen: So kann Yoga seine Wirkung entfalten

Doch hierfür gibt es einige ganz klare Voraussetzung: Yoga kann nur bei richtiger Anwendung helfen und macht auch dann erst entsprechend Sinn! Zudem ist ein gewisses Körpergefühl vonnöten, welches sich im Laufe der Zeit entwickelt, sowie ein guter Yoga-Lehrer

Gerade das Thema „guter Yoga-Lehrer“ ist so eine Sache. Denn in den letzten Jahren ist die Anzahl der Yoga-Lehrer (ca. 10.000 laut Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland; BDY) in Deutschland rasant angestiegen, was natürlich der wachsenden Nachfrage geschuldet ist. Und nicht nur die Anzahl der Yogis und Yoga-Lehrer steigt, sondern auch das Angebot der verschiedenen Yoga-Formen. Das sorgt beim Einsteiger zusätzlich für Verwirrung. Denn keiner kann mit Begriffen wie Bikram-Yoga, Power-Yoga, Ashtanga-Yoga oder Kundalini-Yoga etwas anfangen, geschweige denn wissen, welche Yogaform ihm persönlich am besten gefällt.

Yoga Einsteiger: Kein Einstieg ohne Lehrer

Um sich besser mit Yoga vertraut zu machen, stürzen sich viele in Selbstexperimente und versuchen mit Hilfe von speziellen Yoga-DVDs und / oder -Büchern einen Einstieg, ganz ohne Lehrer oder professioneller Beratung. Davon ist dringend abzuraten, denn dabei besteht eine nicht zu verachtende Verletzungsgefahr, die gleich aus mehreren Gründen existent ist.

Einige Menschen sind einfach zu unbeweglich und steif, während andere gar überbeweglich sind. Erst im Laufe der Zeit wird ein gewisses Körpergefühl für Yoga aufgebaut. Gerne werden Yoga-Einsteiger mit Kindern verglichen, die gerade das Laufen erlernen. Das geht auch nicht von heute auf morgen und wer nicht aufpasst, fällt hin.

Typische Yoga Verletzungen

Man muss zwar nicht gleich den Teufel an die Wand malen, zumal nicht immer etwas passiert, wenn eine falsche Haltung eingenommen wird. Doch wer über längere Zeit die Yoga-Übungen falsch ausübt schädigt sich selbst. Zu den häufigsten Yoga Verletzungen zählen

  • Muskelverletzungen und -zerrungen
  • Bänderdehnungen
  • Reizungen an den Sehnen
  • blockiernde Wirbelgelenke
  • Probleme mit Knorpel oder Bandscheiben

Zudem sollte man Yoga nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wer also jahrelang keinen Sport getrieben hat oder älter als 35 Jahre ist, sollte im Vorfeld einen Arzt aufsuchen. Das gilt generell für alle neuen Sportarten, die man ausprobieren möchte.

Fazit: Yoga Verletzungen

Es wichtig, dass viele Yoga Interessierte auf die möglichen Verletzungsgefahren sensibilisiert werden und man die ganze Sache mit dem nötigen Ernst betreibt. Doch wer aufpasst, seine Grenzen nicht überschreitet und einen guten Yoga-Lehrer an seiner Seite hat, für den besteht keine Verletzungsgefahr beim Yoga.

Abschließend eine Übersicht von klassischen Fehlern beim Yoga, die man unbedingt vermeiden sollte:

  • Verzicht auf professionelle Anleitung
  • Selbstüberschätzung
  • Ungeduld
  • übertriebener Ehrgeiz
  • Verschweigen von körperlichen Beeinträchtigungen
  • Yoga wird unregelmäßig ausgeübt
  • auf Schlussentspannung verzichten

Falls ihr noch Tipps und Anmerkungen zum Thema Yoga und Verletzungen habt, dann bitte mitteilen.

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