Schachboxen – Herausforderung für Geist und Körper

Die seit 2003 existierende Unterhaltungssportart Schachboxen bietet eine einzigartige Gelegenheit mit dem Klischee des etwas minderbemittelten Boxers aufzuräumen. Denn hier gehen Boxen und Schach, eine nur auf dem ersten Blick abwegige Symbiose ein. Auf der einen Seite Schach, das mit gezielter Strategie und auf den Punkt forcierte Konzentration gewonnen wird und dort das physisch sehr anstrengende Boxen, bei dem auch mal gerne Blut spritzt. Aber, diese Kombination passt sehr wohl. Auch das Boxen wurde von vielen schon oft als Schach im Kopf bezeichnet.

Von dem Aktionskünstler Iepe Rubing vor fünf Jahren ins Leben gerufen, entstand die Idee zu dieser noch neuen Sportart durch den Comic „Äquatorkälte“ von Enki Bilal. In Berlin ist der Sitz des weltweit noch einzigen Schachbox-Vereins, der mittlerweile an die 50 Mitglieder zählt. Letztes Jahr fand hier auch die erste Weltmeisterschaft statt, die einen deutschen Sieger in Gestalt von Frank „Anti-Terror“ Stoldt zu verbuchen hatte. Leider konnte „Anti-Terror“ Stoldt seinen Weltmeistertitel dieses Jahr gegen den Russen Nikolaj Sazhin nicht verteidigen.

Die trotz allem noch etwas skurril anmutende Sportart hat durchaus ihre Regeln. So sieht ein Schachboxkampf elf Runden vor, die sechs 4-minütige Blitzschachpartien und fünf 3-minütige Boxrunden beinhalten. Schach und Boxen finden in regelmäßigem Wechsel statt, mit einer Pause von 60 Sekunden jeweils, um sich umziehen zu können. Beim Blitzschach kann sich jeder Spieler insgesamt 12 Minuten Zeit nehmen, um seine grauen Zellen anzustrengen, was die eigentliche Schwierigkeit sein dürfte, wenn man gerade einen deftigen Haken abbekommen hat. Der Kampf wird durch technischen K.O. oder durch ein Schachmatt entschieden. Rubing hat sich mit dem Schachboxen hochgesteckte Ziele gesetzt. In der nahen Zukunft hat er vor, dieser noch jungen Sportart internationale Anerkennung zu verschaffen, und wenn man so einem Ereignis einmal als Zuschauer beigewohnt hat, wünscht man ihm viel Erfolg dabei.

Beachvolleyball: Das Spiel auf Sand

Der Trendsport in den warmen Sommermonaten ist ganz klar Beachvolleyball. Dabei ist Beachvolleyball sogar eine olympische Sportart mit vielen tausenden Fans und Aktiven in aller Welt. Bei einem Wettkampf stehen sich jeweils zwei Teams bestehend aus zwei Spielern gegenüber. Untergrund ist immer Sand und das Spielfeld misst 8 * 16 Meter. Das Spielfeld wird dabei in der Mitte von einem Netz getrennt, das für Frauen und Männer in verschiedenen Höhen angebracht wird. Das Spiel beginnt immer mit einem Aufschlag des servierenden Spielers. Danach muss der Ball im gegnerischen Spielfeld mit mindestens drei Berührungen wieder über das Netz zur anderen Mannschaft gelangen. Wichtig dabei ist, das der Ball nicht den Boden oder das Netz berührt und man nur mit den Händen spielen darf. Der Ball muss außerdem abwechselnd von beiden Spielern einer Mannschaft gespielt werden.
Beachvolleyball wird nach dem so genannten Rally-Point-System gespielt, das heißt Punkte werden sowohl bei eigenem Gewinn eines Aufschlages oder auch bei einem Fehler der gegnerischen Mannschaft bei eigenem Aufschlag gegeben.
Sieger ist dasjenige Team welches zwei Sätze mit 21 Punkten gewinnt und dabei auch noch mindestens zwei Punkte Vorsprung hat. Ein Unentschieden gibt es jedoch nie, da bei einem Gleichstand ein dritter Satz gespielt wird, den man mit 15 Punkten dann gewonnen hat.
Da es im Outdoor Sport immer zu Nachteilen für die eine oder andere Mannschaft kommen kann ( z.B. Sonneneinstrahlung, Wind, etc.) werden nach sieben Punkten die Seiten gewechselt.

Die Geschichte der neuen Trendsportart Beachvolleyball geht in die USA zurück. Dort zunächst als Freizeitsport am Strand angeboten mauserte sich das Beachvolleyball Spiel zum Quotenträger der Fernsehgesellschaften. Das, was die Sportart Beachvolleyball insbesondere auszeichnet ist die ungeheure erotische Ausstrahlung der Spielerinnen und Spieler.

Ergometer oder Crosstrainer?

Wer für seine Figur und Kondition etwas Sport treiben möchte, denkt wahrscheinlich irgendwann darüber nach, sich ein Gerät für den Hausgebrauch anzuschaffen. Ein vielseitiges Angebot im Bereich Hometrainer erwartet den Freizeitsportler. Welches Gerät ist die richtige Wahl?

Ein Ergometer ist ein Heimfahrrad mit dem man die Herz-Kreislauf Funktion verbessern kann. Wer gerne Fahrrad fährt, ist damit gut beraten. Wichtig ist, dass die Bewegung Spaß macht. Der Name Ergometer ist geschützt und garantiert damit, dass sich an die messtechnische Präzision gehalten wird und die eingestellte Leistung auch gehalten wird. Der Einsatz eines Ergometers ist drehzahlunabhängig und eignet sich sehr gut für den Therapiebereich. Achten Sie auf die Bewegungsfreiheit und dass der Lenker auch zum Armauflegen geeignet ist.

Ein Crosstrainer ist ein Ellipsentrainer und beansprucht alle Muskelgruppen. Ein gelenkschonendes Ausdauertraining wird hiermit möglich. Der Bewegungsablauf ist ähnlich wie beim Laufen und Walken und fördert den Fettstoffwechsel. Für Menschen die viel sitzen ist es das ideale Trainingsgerät. Damit die Bewegung gelenkschonend ist, wird von billigen Geräten abgeraten. Einen angenehmen Rundlauf erreicht man erst mit mindestens 18 Kilogramm Schwungmasse und nicht bei 6 Kg, wie bei einigen Geräten vorhanden.

Wofür Sie sich auch entscheiden, achten Sie bei beiden Geräten auf das TÜV und CE Zeichen und auf die maximale Gewichts- belastung. Keine Angst bei Gewichtszunahme, etwa 10 Prozent über der maximalen Gewichtsbelastung machen nichts aus, das Gerät fällt nicht gleich zusammen. Vernünftige Geräte, beider Arten die auch über einen Pulsmesser verfügen, werden selten unter 500 Euro angeboten. Bei den Verkaufszahlen der Hersteller hat der Crosstrainer das Ergometer klar hinter sich gelassen.

Vorsicht Problemzonen!

Spätestens in der Badesaison kommen alle Ernährungssünden der vergangenen Monate bzw. Jahre wieder zum Vorschein. In Form von Fettpolstern an den so genannten „Problemzonen“ des Körpers, die man im Winter noch geschickt durch lange und weite Kleidungsstücke verbergen konnte, verderben sie einem nun schnell die Lust auf das Tragen von Bikini, Badehose oder Minirock.

Als Problemzonen gelten die Bereiche des menschlichen Körpers, an denen man besonders leicht zunimmt. Diese gibt es natürlich bei beiden Geschlechtern. Der einzige Unterschied dabei ist, dass jeweils andere Körperregionen betroffen sind: Bei Frauen bildet sich die „Reiterhose“. Dazu gehören Fett- ablagerungen an Oberschenkeln, Hüfte und Po. Männer dagegen erhalten meist Zuwachs im Bauchbereich, der als „Bierbauch“ bezeichnet wird.

Ein Sexy Bauch ist das Ziel:

Sexy Bauch, Sixpack. Foto: Flickr/ruxor
Sexy Bauch, Sixpack. Foto: Flickr/ruxor

Im Gegensatz zu negativen Äußerungen über die Fettspeicherung, hat dieser automatische Vorgang einen durchaus sinnvollen Hintergrund: Der Körper legt an den oben genannten Stellen Reserven ab, die während Hungerperioden als Überlebenssicherung dienen sollen. In längst verstrichenen Zeiten war dies enorm wichtig, um den Winter zu überstehen. Steht dem Organismus irgendwann wieder mehr Nahrung zur Verfügung, so häuft er erneut Vorräte an, um für die nächste Nahrungsflaute gewappnet zu sein.

In den heutigen Wohlstandsländern existieren solche Abschnitte des Hungerns aber nicht mehr. Vielmehr herrscht ein ständiger Ernährungsüberschuss, der mit Bewegungsmangel einhergeht. So werden die Fettdepots nicht aufgebraucht und wachsen stetig weiter.

Dazu kommt noch, dass bereits entstandene Fettpolster schwer entfernbar sind. Bauchübungen bewirken beispielsweise keine direkte Verminderung des Bauchumfangs, sondern steigern lediglich die Muskelmasse. Trotzdem vermögen eine fettarme, ausgewogene Ernährung mit ausreichend Sport den Körper neu zu formen und letztendlich auch Fettablagerungen abzubauen.

Fit und Gesund durch Aqua-Jogging

Joggen mit festem Boden unter den Füßen ist ja oft schon anstrengend genug. Wer trotzdem noch eine Steigerung erleben möchte oder Abwechslung vom langweiligen Sportalltag sucht, sollte das so genannte Aquajogging ausprobieren.

Dies ist eine Ausdauersportart, die durch simples Laufen bzw. Rennen in mehr oder weniger tiefem Wasser durchgeführt wird. Dabei befindet sich lediglich der Kopf ganz über Wasser. Mit speziellen Auftriebshilfen, wie beispielsweise Gurt, Schuhe aus Schaumstoff, wird das vollkommene Absinken des Ausübenden verhindert. Während des Joggens muss der Oberkörper leicht nach vorne geneigt sein. Die Arme unterstützen durch schwingende Bewegungen das Vorankommen.

Aquajogging bringt zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich:

Im Wasser wirkt nur ein geringer Anteil des tatsächlichen Gewichts auf die Körperregionen. Dadurch erfolgt eine Schonung von Bändern, Gelenken und der Wirbelsäule. Des Weiteren befinden sich beim Wasseraufenthalt die Gefäße unter größerem Druck. Das ermöglicht dem Herz durch weniger Aufwand sämtliche Bereiche des Bewegungsapparates mit Sauerstoff zu versorgen. Folglich wird die Pulsfrequenz gesenkt und das Herz-Kreislaufsystem gestärkt. Außerdem verfügt Wasser über eine massierende Funktion. Davon profitieren vor allem Muskulatur, Haut und Bindegewebe. Um den Körper im nassen Element ruhig zu halten, muss eine konstante Körperspannung herrschen. Dies fördert die Muskelkraft sowie den Gleichgewichtssinn. Zusätzlich hat der Bewegungsapparat zum Vorwärtskommen hier einen höheren Widerstand zu bezwingen. Als Folge dessen baut sich gezielt Muskelmasse auf.

Aquajogging ist also ein hervorragender Kalorienverbraucher, der nahezu von jeder Alters- und Fitnessklasse leicht ausgeübt werden kann. Denn die Intensität des Trainings wählt jeder für sich selbst.

Extremsport Parkour – Hindernisse gibt es überall

Kaum ein Jahr vergeht, ohne eine neue Trendsportart hervorzubringen. So darf sich seit geraumer Zeit nun auch „Le Parkour“ zu den Auserwählten jener Gattung zählen. Der Gründer dieser unkonventionellen Fortbewegungsart, David Belle, erlernte als Kind von seinem Vater die „Methode Naturelle“. Das ist ein Trainingsprogramm, das in der Natur stattfindet und die Stärkung von Körper sowie Geist bewirken soll. Dieses Schema entwickelte Belle während der 80er Jahre weiter, um es für den Großstadtdschungel tauglich zu machen.

Beim Le Parkour muss der Teilnehmer, welcher als Traceur bezeichnet wird, von Punkt A zu B gelangen. Allerdings erfolgt hier im Gegensatz zum normalen Leben kein Ausweichen von Hindernissen. Das bedeutet, dass alle Barrieren wie Parkbänke, Papierkörbe, Mauern und Hochhausschluchten, die sich direkt auf der kürzesten Strecke befinden, mit verschiedenen Techniken überwunden werden.
Es existieren im Le Parkour einige Grundbewegungen, die durch eigene Kreativität erweitert werden können. Dazu gehören so genannte Katzen-, Arm-, Präzisionssprünge usw…
Wichtig ist hier vor allem, dass die Bewegungsabläufe fließend einhergehen sowie der Körper immer vollständig der Kontrolle des Teilnehmers unterliegt.

Denn eine Tatsache muss jedem Traceur bewusst sein:
Le Parkour ist nur dann wirklich ungefährlich, wenn es gewissen- haft durchgeführt wird.
Die Verantwortung gegenüber dem eigenen Körper stellt einen wichtigen Grundsatz der Sportart dar.
Deshalb sollte man mit einfachen Dingen beginnen und sich durch viel Training langsam steigern. Gerade Anfänger verfügen noch nicht über das nötige Maß an Körperbeherrschung, Selbsteinschätzung sowie Konzentration.
Falsch ausgeübte Bewegungen rufen nämlich schnell Verletzungen wie Prellungen, Bänderrisse oder Knochenbrüche hervor.

Fettverbrennung durch Sport

Für zahlreiche Abnehmwillige ist Sport vorwiegend ein nötiges Übel, um durch Ankurbeln der Fettverbrennung zügig störende Pfunde verschwinden zu lassen. Meistens gestaltet sich dies aber schwieriger, als erwartet. Denn Fettverbrennung garantiert nicht zwangsläufig den Abbau von Körperfett.

Im Allgemeinen handelt es sich bei der Fettverbrennung um einen Stoffwechselvorgang, der ständig im Organismus abläuft. Dazu spaltet der Körper zuerst vorhandene Fette in Fettsäuren auf. Diese werden einer Oxidation unterzogen und gelangen in den Fettstoffwechsel, wo sie in Form von Energie einsatzbereit sind.

Solange dem Organismus aber noch ausreichend Nahrungsfette zur Verfügung stehen, muss er sein gespeichertes Fett nicht aufbrauchen. Erst wenn die Masse der zugeführten Kalorien nicht mehr zum Aufrechterhalten lebensnotwendiger Vorgänge ausreicht, da der Energiebedarf angestiegen ist, greift der Körper auf Fettdepots zurück.

Solch ein erhöhter Bedarf an Energie kann am leichtesten durch Sport geschaffen werden. Doch gerade Freizeitsportler beschränken sich hier nur auf Ausdauereinheiten und Lauftraining, obwohl eine Kombination mit gezieltem Krafttraining effektiver wäre.

Das Ausdauertraining, welches bei einem Puls im mittleren Frequenzbereich stattfinden sollte, erzielt in Bezug auf die direkte Fettverbrennung zwar hohe Werte und fördert die Leistungsfähigkeit des Körpers, aber regelmäßiges Krafttraining baut zusätzlich Muskulatur auf. Da Muskeln viel aktiver sind als beispielsweise Fettzellen, steigt damit sogar der Energiebedarf im Ruhezustand.

Direkt nach einem intensiven Training ereignet sich ein weiterer Vorteil. Der so genannte Nachbrenneffekt verbraucht noch Stunden nach der Einheit, ohne weiteres Zutun, zahlreiche Kalorien. Werden in diesem Zeitraum allerdings Nahrungsmittel aufgenommen, kommt er zum Stillstand. Das hier ausgeschüttete Insulin stellt einen Gegenspieler der Fettverbrennung dar.

Wie entsteht Seitenstechen?

Eigentlich ist es ja ungerecht: Da hat man sich endlich dazu überwunden mehr Sport zu treiben, doch bereits nach kurzer Zeit trübt ein ziemlich unangenehmer, stechender Schmerz im seitlichen Bauchraum die Begeisterung an der körperlichen Bewegung wieder.

Das so genannte Seitenstechen stellt für den Menschen allerdings nicht unbedingt eine Strafe dar, sondern ist lediglich ein Hinweis des Körpers auf eine falsche Belastung. Irgendwie muss er schließlich mit seinem „Besitzer“ kommunizieren.

Über die exakten Ursachen dieses krampfartigen Schmerzes, der vor allem bei untrainierten Ausdauersportlern auftritt, herrschen selbst heute noch zahlreiche Spekulationen, da er auf der rechten und linken Körperseite vorkommen kann.

Jogging, Treppenlaufen © Flickr/lululemon athletica
Jogging, Treppenlaufen © Flickr/lululemon athletica

Als die wahrscheinlichste Möglichkeit sehen Wissenschaftler die Überforderung des Zwerchfells an. Beim Zwerchfell handelt es sich um einen für die Atmung verantwortlichen Muskel des Bauchraumes. Wenn nun der Organismus durch Belastungen in Gang gebracht wird, setzt eine schnelle und zugleich tiefe Atmung ein. Normalerweise wäre das ein positiver Effekt, allerdings wird das Zwerchfell damit ungewohnt stark in Anspruch genommen. Durch einen zusätzlichen Mangel an Sauerstoff zieht sich der Atemmuskel dann schmerzhaft zusammen.

Des Weiteren können Seitenstiche auch durch kalorienreiche Speisen vor dem Sport, psychische Gründe und Mangeldurchblutungen bestimmter Organe, wie Milz, Leber usw., begünstigt werden.

Gerade Anfänger sollten es demnach langsam angehen lassen. Das bedeutet beispielsweise beim Laufen, dass das Tempo ein Gespräch mit dem Partner noch möglich macht. Mit der Zeit steigern sich Belastbarkeitsspanne sowie Muskelkraft und vermindern damit das Risiko des Stechens. Außerdem ist es ratsam mindestens zwei Stunden vor Beginn des Trainings keine feste Nahrung mehr aufzunehmen.

Tanztrend Jumpstyle

Der Tanzstil Jumpstyle erfreut sich vor allem in der Technoszene Belgiens, Frankreichs, Italiens und der Niederlande größter Beliebtheit. Aber auch hierzulande findet der Tanztrend eine wachsende Anhängerschaft.

So geht Jumpstyle:
Einzeln oder in Gruppen werden die Beine während des Springens abwechselnd nach vorne und hinten geworfen – das Ganze im Rhythmus der Musik. Kennzeichnend für den Jumpstyle ist sowohl das hohe Tempo (140 – 150 beats per minute) der Tracks als auch die rasante Schrittfolge des Tanzes. Neben einer gehörigen Portion Spaß stehen in erster Linie Fitness, Ausdauer und Kreativität im Vordergrund.

Bezeichnend für den Jumpstyle ist des Weiteren die Aufteilung in verschiedene Tanzarten.
Der sogenannte “Duo-Jump“ wird in der Gruppe getanzt, wobei es darauf ankommt, nebeneinander gleiche Schritte auszuführen.
Bei der Tanzart “Duo-Kick“ hingegen stehen sich mehrere Personen gegenüber, die synchron mit den Füßen aneinander stoßen. Eine gegenseitige Berührung der Akteure ist jedoch ausschließlich bei dieser Art des Tanzes erwünscht.
Kreativität ist besonders beim “Freestyle“ gefragt, da weder eine Schrittfolge noch eine Choreographie vorgegeben wird.

Darüber hinaus wird Jumpstyle in mehrere Unterkategorien gegliedert, und zwar in Belgian-Jump (auch Basic genannt), French-Tek (gleichermaßen bekannt unter Industrial Jump), Hard-Jump (charakteristisch durch minimalistisch gehaltene Melodien), Oldskool/Oldschool-Jump und German-Jump (typisch hierfür ist die identische Schrittfolge wie beim Belgian-Jump, mit dem Unterschied, dass alle Kicks auf dem Boden ausgeführt werden).

Inzwischen hat sich ein regelrechtes Jumpstyle-Fieber ausgebreitet. Anhänger aus aller Welt vereinbaren Treffpunkte an öffentlichen Orten, um gemeinsam zum Beat zu hüpfen und synchron Bewegungen auszuführen. Bekanntester Vertreter des Tanztrends ist derzeit Patrick Jumpen, der als Sieger mehrerer Jump-Wettbewerbe hervorging. Das größte Jumpmeeting findet in Rotterdam statt, doch auch in Deutschland ist Jumpstyle auf dem Vormarsch.Im Februar 2008 wurde die erste offizielle Deutsche Meisterschaft im Jumpstyle ausgetragen, zu der sich über 160 Teilnehmer versammelten, um sich in den Kategorien Solo, Duo und Gruppe zu messen.

Capoeira – brasilianischer Kampftanz

Kampfsportarten liegen zweifellos im Trend. Aufgrund der ständig steigenden Gewalt- bereitschaft geben sie den Menschen ein gewisses Gefühl der Sicherheit. Capoeira stellt hier eine äußerst vielseitige und zugleich faszinierende Art der Selbstverteidigung dar. Die kraftvoll, geschmeidig ausgeführten Schlag- und Trittkombinationen erfordern zwar ein gewisses Maß an Körperbeherrschung, doch natürlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Auch Anfänger bemerken nach kurzer Zeit erste Erfolge.

Dieser Kampftanz, der aus Elementen des Ringens, Jiu-Jitsus und des afrikanischen Zebratanzes besteht, entstand durch afrikanische Sklaven in Brasilien. Er diente ihnen als Widerstands- zeichen gegen die Kolonialherren. Noch heute wird Capoeira in Südamerika als wichtiger Kulturbestandteil angesehen.

Die Kämpfe laufen bei Capoeira stets nach dem gleichen Muster ab:
Zwei Teilnehmer treten gegeneinander an. Sie befinden sich dabei in einem drei Meter großen Kreis (der Roda). Zu brasilianischen Klängen versuchen die Kämpfenden nun, durch individuelle, rhythmische Bewegungsabläufe, den Gegner mehrmals umzuwerfen oder aus dem Kreis zu befördern.

Auch in Deutschland haben sich mittlerweile zahlreiche Capoeira-Schulen niedergelassen. Bei einer Schnupperstunde können sich Interessierte von den Vorzügen selbst überzeugen lassen: Capoeira bietet Spaß, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Kreativität, Abwechslung und vieles mehr.

Capoeira Video: