Allergie und Sport: Ist Training im Freien trotz Heuschnupfen möglich?

Nach dem schier endlos langen Winter stehen nun endlich sommerliche Temperaturen an! Während sich viele über mehr Sport im Freien freuen, plagen sich andere mit einem neuen (jährlich wiederkehrenden) Problem – nämlich Heuschnupfen. Aber auch für Allergiker ist Sport im Freien prinzipiell möglich, sofern im Vorfeld einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden:

Check-Up beim Arzt!

Da viele Allergiker im Laufe der Jahre chronisches Asthma entwickeln, sollte man zunächst beim Arzt die Allergie bestimmen lassen und mögliche Therapien besprechen. Zumindest Freizeitsportler haben laut einer französischen Studie kein erhöhtes Asthmarisiko. Da leichter Sport die Durchblutung fördert, profitieren Allergiker sogar von einer regelmäßigen sportlichen Betätigung.
Wer trotz Allergie intensiver Sport betreiben möchte, sollte sich vorab beim Arzt die Erlaubnis einholen. Hochleistungssport erhöht das Asthmarisiko beträchtlich, wie der Allergologe Bruno Knöpfli feststellte, der über drei Jahre lang das Triathlon-Team der Schweiz untersuchte. Als eine der Hauptursachen gilt neben der erhöhten Allergenbelastung in der Luft auch das verstärkte Einatmen von kalter Luft durch den Mund.

Wirkungsdauer der Medikamente beachten

Mit richtig eingestellten Medikamenten sind auch Outdooraktivitäten im Prinzip kein Tabu mehr. Wer die Allergie medikamentös behandelt, muss diese vorbeugend und regelmäßig einnehmen und natürlich immer die Wirkungsdauer im Blick haben. Wer morgens das Medikament einnimmt, kann sich beim abendlichen Training unter Umständen nicht mehr auf die Wirkung verlassen. Auch hier ist die Abstimmung mit dem behandelnden Arzt wichtig.

Auf Pollenflug-Vorhersage achten

Wurde die Allergieursache (wie z.B. Birke, Erle, Roggen oder Haselnuss) erst einmal bestimmt, kann man sich online über den aktuellen Pollenflug in der Region informieren. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bietet hierfür auf der Website http://www.dwd.de/pollenflug eine Vorhersagemöglichkeit. Bei starkem Pollenflug können ggf. die Medikamente nicht ausreichen und allergische Reaktionen wie z.B. Atemnot drohen. Sport im Freien ist natürlich nicht sinnvoll, Allergiker sollten dann generell längere Aufenthalte im Freien vermeiden.

Training in der Halle

Eine gute Alternative bei starkem Pollenflug kann Sport in der Halle bzw. im Fitnessstudio sein. Wichtig ist, die Trainingskleidung erst in der Sporthalle anzuziehen, um keine Pollen mit ins Studio einzuschleppen.

Auch die Tageszeit ist von Bedeutung

Die Tageszeit spielt ebenfalls eine sehr große Rolle. Die Pollenkonzentration ist in Städten in den Morgenstunden zwischen 6-8 Uhr am niedrigsten, entsprechend sollte die Zeit nach dem Aufstehen für Aktivitäten genutzt werden. Ganz anders sieht es wiederum in den ländlichen Regionen aus, hier ist die Luft zwischen 18:00-24:00 Uhr am besten geeignet, da die Pollenkonzentration am niedrigsten ist.

Brille tragen

Wer draußen trainiert, sollte beim Sport eine eng abschließende Brille tragen. Das Gestell und die Gläser sollten regelmäßig gereinigt werden.

Laufen nach dem Regen

Die ideale Trainingszeit ist außerdem nach einem Regenguss, da der Regen die Luft rein wäscht und die Pollen im Wasser gebunden sind.

Schwimmen als Alternative

Ebenfalls eine gute Alternative zum Sport im Freien ist Schwimmen. Die feuchte Schwimmbadluft hat einen ähnlich positiven Effekt wie Regen.

Nach dem Sport

Nach dem Sport unbedingt Duschen und Haarewaschen. Die Sportkleidung sollte nicht im Schlafbereich gewechselt bzw. abgelegt werden. Besser alles direkt in die Waschmaschine packen. Sinnvoll ist auch eine Nasendusche, bei der die Pollen etc. ausgespült werden (Hierfür 1/2 Teelöffel Salz in einem Glas warmem Wasser auflösen, in eine Nasendusche füllen und dann spülen).

Yoga gegen die Allergie

Da Stress die Allergie verstärkt, kann Yoga, Meditation oder autogenes Training gegen Stress und Anspannung helfen.

In den Urlaub fahren

Lässt sich die Allergiezeit auf bestimmte Wochen/Monate einschränken, dann kann es sich anbieten, in dieser Zeit in den Urlaub zu fahren. Ideal ist das Hochgebirge ab 2.000 Metern, hier kann man der hohen Pollenkonzentration weitestgehend aus dem Weg gehen und beispielsweise Mountainbiken oder Wandern. Ebenfalls gut geeignet ist ein Urlaub am Meer mit einem Fokus auf Wasserport, da das salzhaltige Meeresklima allergenarm ist. Leider lässt sich die Allergiezeit immer weniger voraussagen, da der Klimawandel zu Veränderungen beim Pollenflug führt und die Blütephase allergierelevanter Pflanzen von Jahr zu Jahr früher beginnt.

10 schockierend einfache Tipps für mehr Fitness im Büro

Bewegung kommt im stressigen Büroalltag leider häufig viel zu kurz. 3.000 Schritte schafft der typische Büroangestellte pro Tag, allerdings nur halb so viele, wie Ärzte aus gesundheitlichen Gründen empfehlen. Daher ist jeder Schritt wichtig, und wenn’s nicht anders geht, dann muss auch mal zwischendurch „ein wenig“ trainiert werden. Damit Fitness auch im stressigen Berufsleben seinen Platz findet, im Folgenden ein paar sehr einfache Fitnesstipps (inkl. Übungen):

1. Die Sporttasche bereits am Abend vorher packen!

Die Sporttasche sollte bereits am Vorabend gepackt werden, schließlich ist der Morgen schon hektisch genug. 😉 Nach der Arbeit geht’s dann direkt ins Fitnessstudio oder in den nächsten Park für eine Laufrunde. Wer erst nach Hause fährt, um sich ein wenig auf dem Sofa zu fläzen, schafft es danach häufig nicht mehr, sich fürs Training aufzuraffen.

2. Morgens eine U-Bahn Station früher aussteigen

U-Bahn-Nutzer sollten häufiger mal eine Station früher aussteigen und dann den Rest zu Fuß gehen. Angesichts Sardinen-Atmosphäre und stickiger U-Bahn-Luft ist ein 10-15 minütiger Spaziergang doch eine tolle Alternative, oder? Übrigens ist der Spaziergang an der frischen Luft ein idealer Wachmacher und steigert Konzentration und Aufmerksamkeit für den anschließenden Büromarathon.

3. Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren

Noch besser als U-Bahn oder Auto ist natürlich das Fahrrad. Auch das miese Wetter der Vormonate lässt sich jetzt nicht mehr als Ausrede nutzen, mindestens einmal pro Woche ist Radfahren angesagt! Radfahrer sollten für die morgendliche Tour zum Büro aber ein mäßiges Tempo wählen und daraus kein hochintensives Intervalltraining machen. Selbst bei einem gemächlichen Tempo verbrennt der Körper in 30 Minuten zwischen 200-300 Kalorien.

4. Treppe statt Lift nehmen

Ein richtig alter Hut ist der Tipp mit dem Treppensteigen. Doch es kann nicht oft genug wiederholt werden, Treppen sind im Alltag die besten Kalorienkiller überhaupt! Wer täglich 5 Stockwerke (ca. 100 Stufen) zu Fuß läuft, verbrennt dabei knapp 90 Kalorien. Übrigens noch effektiver wird Treppensteigen, wer mit großen Schritten nur jede zweite Stufe nimmt. Auch für Frauen, die vom perfekten Knack-Po träumen, gibt es fast kein effektiveres Workout.
Ältere Frau mit Rückenschmerzen macht Dehnübungen im Büro

5. Regelmäßig aufstehen

Langes Sitzen ist Gift für den Rücken. Daher gilt, mindestens einmal stündlich aufstehen und sich strecken. Alternativ ein kurzer Spaziergang in die Küche und ein Glas Wasser oder Tee holen. Auch sollte man hin und wieder die Kollegen im Nebenbüro nerven (bzw. Dinge persönlich klären), statt nur per E-Mail zu kommunizieren. Ein positiver Nebeneffekt, die tägliche E-Mailflut lässt sich dadurch ein wenig begrenzen.

junge frau macht kniebeugen

6. Beim Tee holen – Kniebeugen


Während das Wasser vor sich hin köchelt, sollte man die Zeit für ein kleines Fitness-Workout nutzen. Kniebeugen sind dabei ideal. Bei den Komplexübungen wirkt der gesamte Körper mit und nicht nur die Beine. Die Bauch- und Rückenmuskeln sorgen für Stabilität, die Arme werden parallel nach vorne gestreckt und selbst die Brustmuskulatur ist angespannt. (5-10 Wiederholungen)

7. Beim Tee holen (2) – Wandliegestütz


Fitness-Anfänger werden beim Gedanken an Liegestütze sicher nicht vor Freude aufschreien und auch der Büro-Küchenboden ist dafür nicht unbedingt ideal. Zum Glück gibt es zahlreiche Varianten, die auch für Einsteiger nicht zu anstrengend sind. Eine der beliebtesten Übungen sind Wandliegestütze, da sie in der Durchführung sehr einfach sind. Der Wandliegestütz wird dabei im Stehen durchgeführt. Der Oberkörper ist ungefähr eine Armlänge von der Wand entfernt, die Handflächen werden gegen die Wand gelehnt. Bei der Übung senkt man den Körper in Richtung der Wand ab und drückt sich anschließend wieder in die Ausgangsstellung. (5-10 Wiederholungen)

8. Mittagspause

Vor dem Essen erst mal raus und ein wenig spazieren gehen. In 20 Minuten verbrennt der Körper dabei 70-80 Kalorien, den positiven Effekt auf Konzentration und Aufmerksamkeit habe ich ja bereits erwähnt. Befindet sich ein Fitnessstudio oder Park in Nähe, dann kann die Mittagspause für eine kleine Trainingseinheit genutzt werden.

9. Augengymnastik

Bildschirmarbeiter sollten auch regelmäßig die Augen mit Entspannungsübungen entlasten. Zunächst die Augen für 5 Sekunden schließen, danach einen Fixpunkt voraus suchen. Anschließend 10 Sekunden tief nach unten blicken, dann 10 Sekunden geradeaus. In der Folge 10 Sekunden nach oben, 10 Sekunden geradeaus, 10 Sekunden nach links, 10 Sekunden geradeaus, 10 Sekunden nach rechts und zum Abschluss wieder 10 Sekunden geradeaus blicken. Danach die Augen 5-mal im Uhrzeigersinn / 5-mal gegen den Uhrzeigersinn kreisen lassen.

10. Für den Rücken

Eine sehr schöne Übung für den Rücken: Tief einatmen und die Schultern dabei so hoch wie möglich in Richtung der Ohren ziehen. Die Schultern kurz gespannt halten und dann ruckartig Ausatmen und die Schultern dabei sinken lassen. Diese Übung wiederholt man am besten 5-10-mal.

Um auch in stressigen Projektphasen die Fitness immer im Blick zu haben, lohnt sich beispielsweise die Anschaffung eines Schrittzählers bzw. einer Fitness-App fürs Smartphone. Damit lassen sich die diversen Sport-Aktivitäten auch ganz nebenbei aufzeichnen.

Ist alkoholfreies Bier als Sportgetränk geeignet?

Neben klassischen Durstlöschern wie Wasser oder Saftschorle erfreut sich alkoholfreies Bier einer steigenden Beliebtheit bei Sportlern. Ein wichtiger Grund, die braven Biere, Radler und Bier-Mixgetränke können mittlerweile auch geschmacklich überzeugen – was bei den frühen alkoholfreien Bieren ja leider nicht immer der Fall war. Ob auch die Inhaltsstoffe Sportler optimal unterstützen, habe ich mir im Folgenden am Beispiel Bitburger alkoholfrei einmal genauer angeschaut. Das Bier wird vom Hersteller als „isotonisches Getränk“, also Sportgetränk, beworben.

Was bedeutet eigentlich Isotonisch?

In der Werbung wird häufig für isotonische Sportgetränke geworben, doch der Begriff wird dabei meist nicht näher beleuchtet. Der Begriff bedeutet so viel wie gleiche Spannung oder gleicher Druck. Im Sinne der isotonischen Getränke beschreibt es den gleichen osmotischen Druck in der Flüssigkeit und dem menschlichen Körper. Osmotischer Druck ist der Fachbegriff für das Bestreben zweier Flüssigkeiten, ihre Konzentration an bestimmten Inhaltsstoffen auszugleichen. Im Falle der isotonischen Getränke ist die Konzentration an Mineralstoffen und Kohlehydraten gleich dem im Blut, deshalb muss keine Ausgleichsströmung von Wasser stattfinden. Das hat die Folge, dass die Mineralien und Kohlenhydrate sehr schnell im Blut aufgenommen werden, was die Leistungsfähigkeit entscheidend verbessert.

bitburger-alkoholfrei

Inhaltsstoffe

Das Bitburger alkoholfrei besteht aus Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen und Hopfenextrakt und enthält von Natur aus bereits zahlreiche Mineralien und Vitamine (B6, B12 sowie Folsäure). Anders als die künstlich optimierten Iso-Drinks kommt alkoholfreies Bier dank Reinheitsgebot ohne Zusatzstoffe und künstliche Aromen aus.

Wie viele Kalorien hat alkoholfreies Bier?

Das Bitburger alkoholfrei ist kalorienarm und hat nur 29 kcal und 7,8 Gramm Kohlenhydrate pro 100 ml. Damit liegt das alkoholfreie Bier von der Kalorienzahl deutlich unter Apfelsaft und hat in etwa genauso viele Kalorien wie ein Apfelsaftschorle im Mischungsverhältnis 1:3 (1 Teil Apfelsaft und 3 Teile Mineralwasser). Im Vergleich zu künstlich optimierten isotonischen Sportgetränken sind im alkoholfreien Bier etwas mehr Kalorien/ Kohlehydrate enthalten.

Kalorien pro 100ml Kohlenhydrate pro 100ml
Alkoholfreies Bier
(Bitburger Alkoholfrei)
29 kcal 7,8 Gramm
Apfelsaft 46 kcal 11,2 Gramm
Apfelsaftschorle
(1 Teil Apfelsaft und 3 Teile Wasser)
26 kcal 7 Gramm
Iso-Drink
(Multipower ISO Drink)
17 kcal 4,0 Gramm

Allerdings weniger Natrium

Beim Schwitzen verliert der Körper in großen Mengen Natrium, was sich insbesondere bei mehrstündigen sportlichen Belastungen bemerkbar macht. Natrium im Sportgetränk sorgt wiederum dafür, dass Flüssigkeit schnell vom Körper aufgenommen wird. Daher enthalten Sportgetränke bei Ausdauersportlern in der Regel einen sehr hohen Natriumanteil von 400/500 mg pro Liter. Hier sind die natürlichen Sportgetränke wie alkoholfreies Bier oder Saftschorle klar im Nachteil, wobei man beim selber mischen des Saftschorle mit natriumreichem Mineralwasser noch ein wenig mehr optimieren kann als beim Bier.

Fazit

Alkoholfreies Bier ist als Durstlöscher beim Sport gut geeignet. Ähnlich wie ein Saftschorle ist alkoholfreies Bier für moderate bis intensive Trainingsbelastungen von bis zu einer Stunde ideal. Für Sportler mit Fruchtzuckerunverträglichkeit stellt das alkoholfreie Bier zudem eine „natürliche“ Alternative zum Saftschorle dar. Bei höheren Trainingsbelastungen (Ausdauersportler) sind die klassischen Iso-Drinks mit hohem Natriumanteil im Vorteil.

Die besten Sportreisen für diesen Frühling/Sommer

Der Frühlingsanfang lässt leider weiter auf sich warten. Wer ebenfalls genug von der Kälte hierzulande hat, kann ja mal mit der Urlaubsplanung beginnen und dabei ein wenig von Sonne, Strand und Meer träumen. Sportliche Aktivitäten sollten dabei aber ebenfalls nicht zu kurz kommen. Daher hier mal meine Top-6 Sportreisen (mit Sonnengarantie!) für die erste Jahreshälfte:

1. Rennradtraining auf Mallorca

Egal ob Hobbyradler oder ambitionierter Profi, die Baleareninsel Mallorca ist eines der beliebtesten Ziele für Radfahrer, um in die neue Saison zu starten. Die vielseitige Landschaft bietet mit dem Gebirgszug Serra de Tramuntana im Nordwesten steile Aufstiege und adrenalinreiche Abfahrten, fast wie in den Alpen. Für Genussradler, die einen weniger anstrengenden Einstieg in die Radsaison suchen, sind insbesondere die lang gezogenen Ebenen der Inselmitte und des Nordens interessant. Dank mildem Klima beginnt die Radsaison bereits im März und geht bis Ende Mai – bevor die große Badesaison auf der Insel beginnt. Beliebte Regionen für Radurlauber sind die Hauptstadt Palma oder der Norden rund um Pollença und Alcúdia. Hier findest du 10 Tipps zum perfekten Rennradtraining.
Anbieter: z.B. Mallorca Aktiv (wird organisiert vom ehemaligen Schweizer Radprofi Max Hürzeler), 1 Woche ab ca. 700 Euro inkl. Flug, Transfer und Halbpension.

mallorca-rennrad cc Franklin telo / Flickr
mallorca-rennrad cc Franklin telo / Flickr

2. Yoga und Surfen in Portugal

Die Kombination verschiedener Fitness Workouts liegt derzeit voll im Trend. Neben Yogilates (Yoga und Pilates), Piloxing (Pilates und Boxen) oder Stand-Up Paddling (Surfen und Kanu) erfreut sich bei Urlaubern die Kombination aus Yoga und Surfen einer großen Beliebtheit. Ein guter Tipp für Yoga- und Surfurlauber ist die Kleinstadt Aljezur, an der Südwestküste Portugals. Dort wurde ein spezielles Indianer Tipi-Dorf errichtet, das sich mit einem ökologischen Garten und Alternativer Energieversorgung selbst versorgt. Yogalehrer bieten den Besuchern direkt am Strand oder in Ufernähe zweimal täglich Yogastunden an. Surftrainer führen Neulinge in die Kunst des Wellenreitens ein. Anbieter: z.B. Surf Algarve, 1 Woche ab 700 Euro inkl. Vollpension

yoga in portugal cc kaleb / Flickr
yoga in portugal cc kaleb / Flickr

3. Wildnis-Trekking auf Korsika

Korsika – Frankreichs Sonneninsel Insel ist ein Paradies für Trekkingfreunde. Einmal quer durch das Gebirge Korsikas führt der GR 20, einer der schwersten Fernwanderwege Europas. Der Weg führt zum großen Teil durch alpines Gelände, also durch Höhenlagen von 2000 Metern. Tägliche Auf- und Abstiege von bis zu 1000 Metern sind keine Seltenheit, für Trekking-Anfänger ist der Weg daher ungeeignet. Für die Anstrengungen werden die Wanderer aber mit grandiosen Ausblicken und Natur pur entschädigt. Für gut trainierte Bergwanderer ist die 180km lange Strecke in knapp 15 Tagen zu bewältigen. Man sollte den GR 20 nur in der eisfreien Zeit zwischen Mitte Juni und Oktober begehen. Früher mussten sich die Wanderer für die komplette Zeit selbst mit Proviant versorgen, mittlerweile gibt es aber Schutzhütten (Refuges), die zwischen Juni/September Wanderer mit dem Nötigsten versorgen.
Anbieter: Reise selbst organisieren. Z.B. der Billigflieger Germanwings fliegt von Deutschland aus nach Bastia. Weitere Anreise mit dem Bus / Organisation mit gutem Wanderführer

4. Fernwandern auf dem Jakobsweg durch Portugal

Der Jakobsweg ist vermutlich den meisten durch Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“ ein Begriff. Der in dem Buch beschriebene Hauptweg „Camino Frances“ von den französischen Pyrenäen nach Santiago de Compostela hat allerdings einige Nachteile. Für die knapp 800 Kilometer benötigt man einen guten Monat, also mehr Zeit als die meisten von uns Urlaub haben. Außerdem ist der Weg aufgrund der Popularität in den Sommermonaten sehr stark überlaufen und gleicht eher einer Völkerwanderung. Was die meisten nicht wissen, Jakobswege gibt es in ganz Europa. Eine sehr attraktive und weit weniger überlaufene Variante führt in knapp 2 Wochen von der Portugiesischen Hafenstadt Porto zum Pilgerziel nach Santiago de Compostela (235 km). Der Caminho Portugues führt entlang schöner Atlantikbuchten und idyllischer Landschaften. Wanderer bzw. Pilger genießen hier weit weniger Trubel als auf der Hauptstrecke „Camino Frances“. Das Teilstück ist gut ausgeschildert, wer sich vorab im Internet einen Pilgerausweis bestellt (5 Euro), kann in den günstigen Pilgerherbergen für weniger als 10 Euro pro Nacht schlafen (Schlafsaal).
Anbieter: Die Reise kann man komplett selbst organisieren. Z.B. mit Ryanair von Frankfurt Hahn nach Porto, zurück dann ebenfalls mit Ryanair ab Santiago de Compostela. Guter Reiseführer: Portugal Spanien: Jakobsweg Caminho Português – von Porto nach Santiago de Compostela

5. Segelurlaub in Kroatien

Segeln erfordert Kondition und stärkt den Körper. Die frische Meerluft hilft zusätzlich bei Erkrankungen der Haut oder den Atemwegen und wirkt sich generell positiv auf das Immunsystem aus. Ein echtes Paradies für Segelfreunde ist die kroatische Adriaküste mit über 1.000 Inseln, tollen Buchten und natürlich Bademöglichkeiten “en masse“. Nicht nur erfahrene Segler kommen in Kroatien beim Segeln voll auf Ihre Kosten. Blutige Segelanfänger können Boote einfach inklusive Skipper mieten. Aber auch hier ist Anpacken (beim Segel hissen) ausdrücklich erwünscht! Beste Reisezeit fürs Adria-Segeln sind die Monate zwischen Juni und September.

segeln in kroatien cc Croatia Travel / Flickr
segeln in kroatien cc Croatia Travel / Flickr

6. Mountainbiken in den Alpen

Auf der Suche nach einem guten Mountainbike Revier muss man muss nicht weit fahren (zumindest wer in Süddeutschland wohnt)! Denn die Alpen sind weltweit als Top-Spot für Mountainbiker bekannt. Die Mixtur aus unterschiedlichen Klima- und Vegetationszonen, die sehr gute Infrastruktur und natürlich die gefühlt unbegrenzte Anzahl an einfachen bis schwierigen Trails machen die Alpen zum naheliegendsten Ziel für den nächsten Mountainbike-Urlaub. Während sich die Bike Saison im Hochgebirge auf die Monate Juli/August beschränkt, kann man im Süden z.B. Südtirol schon ab März bis Ende September fahren.

mountainbike in den alpen cc Hotel Linde / Flickr
mountainbike in den alpen cc Hotel Linde / Flickr

Was hältst du von den Zielen? Hast du noch weitere Ideen für einen sportlichen Frühling/Sommerurlaub?

Die 5 besten Alternativen zu Zumba

Das beliebte Tanz-Workout Zumba hat die Fitnesswelt im Sturm erobert. Doch es muss ja nicht immer Zumba sein. Nicht umsonst gibt es zahlreiche Sport- und Fitnesskurse, die dem Zumba zwar ähnlich sind, aber dennoch andere Inhalte bieten. Wir haben uns umgeschaut und zeigen euch fünf populäre und vielversprechende Zumba Alternativen, mit denen man sich fit und gesund halten kann und ganz nebenbei dem Übergewicht tanzend an den Kragen geht.

Schon mal was von Hot Hula gehört? Oder wie wäre es mit NIA oder Aroha, bei denen es sich nicht um Personen, sondern interessanten Workouts handelt, in denen Tanzelemente eine wichtige Rolle spielen. Oder was haltet ihr von Buti Yoga oder SH’BAM? Zwei perfekte Workouts für tanzwütige Mädchen und Frauen, die eine attraktive Figur versprechen? Wir stellen euch die Zumba Alternativen im Folgenden kurz vor.

Hot Hula

Wie bei Zumba basiert auch das Hot Hula Fitness auf tänzerischen Elemente, wobei die Teilnehmer sich mit anderen Bewegungen zu anderer Musik bewegen. Denn während beim Zumba primär heiße, schnelle lateinamerikanische Rhythmen den Ton angeben, kommt beim Hot Hula überwiegend typische Trommelmusik von polynesischen Urvölkern zum Einsatz. Aber natürlich dürfen moderne Klänge nicht fehlen und so werden beim polynesischen Dance Workout die pazifischen Kulturen (Hawaii, Taihiti und Französisch Polynesien) des Hula Tanzes mit angesagter Musik wie Hip Hop oder Reggae kombiniert. Das Ergebnis ist ein intensives aber auch in gleichermaßen sinnliches Dance Workout, welches sich in den USA einer wachsenden Beliebtheit erfreut.

Beim Hot Hula ist das Anstrengungsempfinden nicht so groß, so dass die Teilnehmer dank der Musik und tänzerischen Hula-Bewegungen nicht das Gefühl haben, in einem Fitnesskurs zu schwitzen, sondern über den Sand eines weißen Südsee-Strandes zu tänzeln. Doch Spaß und Wohlfühlstimmung hin oder her, der sportliche Nutzen von Hot Hula interessiert natürlich auch. Was bringt also das Hüftkreisen? Wie beim Zumba werden ebenfalls alle großen Muskelgruppen trainiert, allen voran Bein, Po und Bauch. Je schneller die Rhythmen, desto mehr Kalorien werden verbrannt und desto stärker wird das Herz-Kreislauf-System belastet. Mit Hot Hula kann man sich wunderbar fit halten, auch wenn der Kalorienverbrauch beim Joggen höher ausfällt. Dafür bietet das Hüftkreiseln a la Shakira beim Hot Hula Fitness garantiert einen höheren Spaßfaktor.

NIA

Bei NIA handelt es sich um eine Kombination aus Tanz, Yoga und Kampfkunst, bei dem die Teilnehmer eine ganz neue Art der Körperwahrnehmung erfahren sollen. Das verspricht auch schon die Abkürzung NIA, das für „neuro integrated muscular action“ (zu deutsch „neuromuskuläre integrative Aktion“) steht. Klingt alles höchst kompliziert, ist es aber ganz und gar nicht. Denn die Bewegungen sollen alle Sinne ansprechen und zugleich Muskeln, Gelenke, Geist und Nerven stärken. Hierfür kommen allen voran östliche und westliche Bewegungsformen zum Einsatz, die selbstverständlich getanzt werden – schließlich suchen wir ja auch Zumba Alternativen. Das besondere Merkmal bei NIA ist zudem, dass man barfuss tanzt.

Da NIA sowohl ein gelenkschonendes als auch ganzheitliches Fitnesskonzept ist, wird ebenfalls der gesamte Körper trainiert: Angefangen von der Fingerspitze bis hin zum kleinen Zeh. Für Abwechslung sorgt zudem die Tatsache, dass jede Trainingsstunde einen anderen Fokus hat, wie beispielsweise Stabilität, Mobilität, ein bestimmte Körperregion bzw. -teil, spezielle Empfindung usw. Den Teilnehmern ist es zudem überlassen, in welcher Intensität trainiert wird. Zur Auswahl stehen drei Schwierigkeitsgrade, die je abhängig von der Tagesform gewählt werden können. Der Wettkampfgedanke oder ein möglichst intensives Training sind bei NIA nicht gefragt, vielmehr geht es um die Freude an der Bewegung.

In einem älteren Artikel auf Aktivblog könnt ihr mehr über NIA Fitness erfahren.

Aroha

Eine weitere Alternative zu Zumba ist Aroha. Hierbei handelt es sich um ein Fitnessprogramm, welches verschiedene Elemente unterschiedlicher Tänze und Sportarten vereint. Aroha findet seine Inspiration im Haka (einem bekannten neuseeländischen Kriegstanz der Maori) sowie im Kung-Fu und Tai-Chi. Alles zusammen ergibt ein funktionelles Gruppenprogramm, bei dem sich fließende, harmonische Bewegungen mit kraftbetonten, starken Elementen abwechseln. Das Aroha Workout kurbelt die Fettverbrennung an und stärkt natürlich auch die Muskeln, wobei insbesondere große Muskelgruppen wie Bauch, Beine, Po angesprochen werden. So sind beispielsweise Kniebeugen bei den tänzerischen Bewegungen oft ein fester Bestandteil, doch dank der flüssigen Bewegungsabläufe bekommt man die Kraftübungen meist gar nicht bewusst mit.

Darüber hinaus soll Aroha auch helfen, Aggressionen und Stress abzubauen und gleichzeitig für ein gesteigertes Selbstbewusstsein, Entspannung und Mobilität sorgen. Nichtsdestotrotz kommen die Teilnehmer ordentlich ins Schwitzen und können sich beim Aroha hervorragend auspowern. Das Workout ist für alle Altersgruppen geeignet und hilft, ein höheres Fitness-Level zu erreichen. In diesem Artikel haben wir Aroha schon einmal näher unter die Lupe genommen.

Buti Yoga / Power Yoga

Buti Yoga, auch unter Power Yoga bekannt, ist noch ein relativ neuer Fitnesstrend aus den USA. Besonders bei jungen Frauen ist die diese besondere Yoga-Variante sehr beliebt, bei der es aber längst nicht nur ums Popo wackeln geht. Das ganzheitliche und körperformende Workout findet zu flotten Disco-Beats und heißen Rhythmen statt, bei dem zugleich der Geist gereinigt und eine emotionale Befreiung erfolgen soll. Im Mittelpunkt stehen neben Stretching und Flexibilität vor allem das Ankurbeln der Fettverbrennung auf dem Programm. Zugleich werden laut der US-Fitnesstrainerin Bizzie Gold, die Buti Yoga kreiert hat, auch Muskeln in Körperregionen aufgebaut, von dessen Existenz die meisten Teilnehmer – vornehmlich Frauen – bislang noch nichts geahnt haben. Obendrauf gibt es noch einen hohen Spaßfaktor.

http://www.youtube.com/watch?v=Ag4hS3CfNZU

Wer also immer schon gerne seinen Popo auf der Tanzfläche geschwungen hat, kann das beim Buti Yoga nun in einem Workout tun. Weitere Informationen zum Buti Yoga gibt es hier.

SH’BAM

SH’BAM ist ein beliebtes Tanz-Workout von Les Mills und lässt die Herzen aller Fitnessbegeisterten und Tanzwütigen schneller schlagen. Ähnlich wie bei Zumba wird zu motivierender Musik getanzt, wobei es sich um ein effektives Cardio-Workout handelt. Auf die Ohren gibt es in der Regel bekannte Hits diverser Musikrichtungen wie Disco, Hip-Hop, Pop, Latino, Dance, Jazz usw., sodass für jeden Musikgeschmack das Richtige dabei ist. Eine Trainingseinheit ist – typisch für Les Mills – sehr strukturiert aufgebaut und verfolgt immer einen festen Plan. So wird für drei Monate zu festgelegten Songs eine eingeübte Choreographie aufs Parkett gelegt, danach wechseln Musik und Choreographie.

Wie bei Dance-Workouts üblich, wird auch bei SH’BAM der ganze Körper trainiert, allen voran aber Beine, Taille, Po, Schultern und Arme. Zudem wird das Abnehmen sehr gut unterstützt, lassen sich doch in einem 45-minütigen Workout bis 400 Kalorien verbrennen. Ansonsten trägt SH’BAM zur Verbesserung der körperlichen Fitness, Koordination und Ausdauer bei, wobei dank des hohen Spaßfaktors ein anstrengendes Trainingsgefühl während des Workouts nicht wirklich wahrgenommen wird.

Wir hoffen, wir konnten euren Horizont in Sachen Dance-Workouts erweitern und vielleicht habt ihr ja eine interessante Zumba Alternative für euch entdeckt. Falls ihr noch empfehlenswerte Kurse oder Programme kennt, die ähnlich wie Zumba sind, dann bitte gleich als Kommentar mitteilen.

Megatrend Homefitness: Wichtige Infos zum heimischen Fitnesstraining

Homefitness ist beliebter denn je. Immer mehr Menschen decken sich mit entsprechenden Gerätschaften für das heimische Kraft- und Fitnesstraining ein und wer das Training zu Hause richtig angeht, wird effektive Fortschritte machen und zugleich viel Spaß haben. Der Trend zum Heimtraining wird durch interessante Studien belegt, wobei auch die Frage nach den beliebtesten Fitnessgeräten geklärt wird. Aktive Heim-Fitnesssportler müssen aber auch einige Punkte beachten.

Homefitness bietet viele Vorteile: Man spart sich die langen Wege in den Fitnessclub und ist zudem auch nicht auf festgelegte Trainings- oder Öffnungszeiten festgelegt. Dann ist da auch noch die Unabhängigkeit von Klima, Wetter oder Arbeitszeiten zu nennen. Und viele wollen sich auch erstmal ein paar Pfunde abtrainieren oder Muskeln aufbauen, bevor man sich „traut“, mit anderen in einem Studio zu trainieren und sich dessen Blicken ausgibt.

Studien beweisen: Home-Fitness sehr beliebt

Wie das „Ifak Institut“ in einer Umfrage unter 20.165 Bundesbürgern herausfand, treibt fast jeder dritte Deutsche (31,3 Prozent) mehr oder weniger regelmäßig zu Hause Sport. Dabei steht vor allem das Fitnesstraining sehr hoch im Kurs, wie durch eine andere Studie bewiesen wurde. So kam der „Injoy International Sports- & Wellnessclub“ zu dem Ergebnis, dass von den 1.000 befragten Personen Fitness mit 39,1 Prozent die beliebteste aller privat betriebenen Sportarten ist. Jogging (32 Prozent) und Radfahren (31,2 Prozent) folgen auf den Plätzen 1 und 2.

Fitnessstudio © Flickr / Imobiliária THÁ

Es gibt viele Studien die belegen, dass der Trend immer mehr hin zum Training außerhalb von traditionellen Sportvereinen und Fitnessstudios geht. Laut Injoy-Befragung machen 38 Prozent zu Hause Sport, während 35,4 Prozent angaben, sich privat zum Sporttreiben zu organisieren – beispielsweise werden Lauf- oder Walkinggruppen gebildet und man macht gemeinsame Bike-Ausflüge.

Fitnessgeräte: Hersteller profitieren vom Home-Fitness-Boom

Die logische Konsequenz vom Megatrend Homefitness ist, dass eine ganze Industrie von den Sportlern lebt, die sich in ihren eigenen vier Wänden fit machen und halten wollen. Die Verkaufszahlen von Fahrradergometern, Laufbändern, Cross- und Rudertrainern steigen kräftig an. Während früher professionelle Sporteinrichtungen wie Fitnessstudios zu den wichtigsten und größten Abnehmern der Hersteller von Sport-Großgeräten zählten, rücken heute immer mehr die Privatkunden in den Fokus, die sich im Wohn- oder Schlafzimmer oder dem eigens hergerichteten Fitnessraum mit den schweißtreibenden und fitmachenden Fitnesstools ausstatten.

Die Heimtraining Fitnessgeräte haben sich dabei auch nicht nur technisch stetig weiterentwickelt, sondern auch das Design wird immer wichtiger. Mit dem muffigen und schnöden Look von früher lassen sich die modernen Heimtrainer nicht mehr vergleichen. Viele Sportfachhändler wie Tiedje kommen den Wunsch nach und kreieren Geräte im extraordinären Design (bspw. mit Svarowski Kristallen bestückt) oder Kunden können selbst ihre Wünsche in Bezug auf das Produktaussehen äußern, dem dann auch nachgekommen wird.

Die beliebtesten Fitnessgeräte für Hometraining

Zu den beliebtesten Trainingsgeräten für Homefitness zählen bei Tiedje, Europas führender Sportfachhandel, Crosstrainer (17 Prozent), Fahrradergometer (14 Prozent) und Laufbänder (12 Prozent). Rudergeräte und Kraftstationen kommen jeweils auf 8 Prozent. In den vergangen Jahren hat sich der Absatz der Fitnessgeräte an private Kunden bei Herstellern wie Tiedje oder auch Technogym um bis zu 25 Prozent gesteigert.

Mehr Qualität erwünscht: Steigende Nachfrage an teureren Fitnessgeräten

Dabei ist auch noch ein weiterer Trend zu beobachten. Denn immer mehr Privatsportler rüsten sich mit hochpreisigem Fitness-Equipment aus. Home-Fitnesssportler sind bereit, mehr Geld für mehr Qualität zu bezahlen und greifen gerne auch mal zum teureren Gerät, anstatt sich ein Low-Budget-Produkt zuzulegen, die man heute für einen schmalen Taler bei Lebensmittel-Discountern wie Aldi. Lidl und Plus oder in machen Baumärkten finden und kaufen kann. Wie Hersteller Kettler, Branchenführer im Segment der gehobenen Fitnessgeräte mitteilt, sind die Verkaufszahlen um bis zu 15 Prozent gestiegen.

Homefitness im Wandel der Zeit: früher grau, heute sexy

Vor 20, 30 Jahren sahen die klassischen Heim-Fitnessstudios noch vergleichsweise einfach und stupide aus. Im Keller oder Schlafzimmer standen in der Ecke eine schlichte Hantelbank und ein ziemlich hässliches. Das Equipment war bei weitem nicht so vielfältig und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Lust und Laune auf das heimische Workout schnell auf der Strecke blieben.

Heute ist Heimtraining fast schon sexy! Was auch unabdingbar ist, da gut 80 Prozent der Deutschen einem Beruf nachgehen, in denen man sich kaum bewegt. Dennoch denken sehr viele von sich, dass man überdurchschnittlich fit ist. Ein krasse Fehleinschätzung! Denn woher soll ein toller Fitnesszustand kommen, wenn man sich nicht entsprechend bewegt? So ist ein ausgewogenes Fitnesstraining heute notwendiger denn je, wobei die Empfehlung lautet, 90 bis 120 Minuten pro Woche sportlich aktiv zu sein. Und der Körper braucht Bewegung und sportliche Anforderung, da sich sonst Muskeln zurückbilden und der Körperfettanteil ansteigt. Vor allem wenn die Ernährung nicht an den Bewegungsmangel angeglichen wird.

Fitness zu Hause: Vorsicht vor Gefahren!

Doch auch wenn Home-Fitnesstraining immer beliebter wird, bürgt es auch einige Gefahren – vor allem bei Anfängern und Einsteigern. So wird häufig falsch bzw. nicht zielgerichtet trainiert und es kommt dadurch zu Fehl- und Überbelastungen. Daher sollte man nicht gleich mit dem neuen Fitness-Equipment drauflossporteln, sondern sich zumindest anfangs fachgerecht beraten lassen. So kann man sich beispielsweise mit Hilfe eines Personal Trainers mit den Geräten vertraut machen und sich zugleich einen persönlichen Trainingsplan, der die jeweilige Zielsetzung (abnehmen, fitter werden etc.) verfolgt, erstellen lassen.

Als Anlaufstelle für die Suche nach einem guten Personal Trainer kann man den Bundesverband Personal Trainer zurate ziehen. Zudem werden wir euch demnächst eine schöne Übersicht über die besten und beliebtesten Fitnessgeräte für den Heimgebrauch präsentieren.

Kinesio Tapes – sinnvolles Mittel gegen Schmerzen oder teurer Hype?

Kinesio-Tapes liegen voll im Trend: Ob bei den Olympischen Spielen, bei der Fußball-Weltmeisterschaft oder in Wimbledon – immer mehr Sportler tragen in den letzten Jahren auffällig bunte Klebestreifen auf dem Körper. Wir sagen euch warum:

Ursprung in der japanischen Heilkunde

Die farbigen Kinesio-Tapes wurden bereits 1979 von dem Japaner Kenzo Kase erfunden. Kase erkannte schon vor rund 30 Jahren die wichtige Rolle der Muskeln bei Gelenksproblemen und Verletzungen. Doch als Chiropraktiker verzichtet er bei seinen Behandlungen auf gewöhnliche Medikamente und verlässt sich stattdessen auf spezifische Grifftechniken und alternative Methoden. Auf der Suche nach einer effektiven Methode, um Schmerzen zu lindern, kam ihm die Idee für die Tapes. Zwar hat es einige Jahre gedauert, bis die Technik des Kinesio-Tapings auch in westlichen Ländern Anklang fand, doch mittlerweile scheinen die bunten Tapes für viele Spitzensportler und zunehmend auch für Freizeitsportler nahezu unentbehrlich zu sein.

Die Anwendungsbereiche und Wirkung der farbigen Tapes

Bei der Anwendung der Kinesio-Tapes gibt es keine Grenzen. Nahezu jeder Körperteil kann mit Kinesio-Tapes versehen werden. Neben Rücken, Nacken, Schultern, Knien und Knöcheln zählen auch Wade und Achillesferse sowie Arme und einzelne Finger zu den Anwendungsbereichen. Je nach Sportart gibt es dabei natürlich bevorzugte Bereiche und spezielle Klebetechniken, die sich in den unterschiedlichsten Mustern zeigen. Während Läufer vor allem Waden, Knie, Oberschenkel und Hüfte tapen, werden bei Golf- und Tennisspielern auch der Schulterbereich oder die Ellenbogen mit Tape versehen. Wo das Kinesio-Tape angebracht wird, hängt dabei natürlich hauptsächlich von den individuellen Beschwerden des Sportlers ab.

Die bezweckte Wirkung des Kinesio-Tapings ist jedoch bei allen Sportlern dieselbe. Die Tapes sollen die Durchblutung der entsprechenden Körperpartie fördern und dadurch Schmerzen lindern sowie Verspannungen in der Muskulatur lösen. Die Idee basiert auf der physiologischen Grundlage, dass die Schmerzsensoren zwischen den oberen beiden Hautschichten, der Epidermis und der Dermis, liegen. Das Tape, das direkt auf die Haut geklebt wird, hebt nun die oberste Schicht an und ermöglicht so eine bessere Durchblutung. Zudem soll es das darunterliegende Gewebe entlasten.

Hilfe bei akuten Beschwerden und Verletzungsprophylaxe

Vor allem bei akuten oder auch chronischen Verletzungen sollen die Tapes helfen. Sie bestehen aus gewebter Baumwolle mit einer Schicht Acrylkleber. Anders als gewöhnliche Tapes und Verbände sind sie atmungsaktiv und äußerst elastisch. Sie liegen wie eine zweite Haut auf und passen sich aufgrund der hohen Flexibilität allen Bewegungen an. So können sie stabilisierend für Muskeln und Gelenke wirken, ohne dabei die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Dies ist bei vielen Verletzungen von Bedeutung. Würde man beispielsweise einen geprellten Knöchel mit gewöhnlichem Tape behandeln, werden das Sprunggelenk und die umliegende Muskulatur im Grunde still gelegt. Ohne die regelmäßige Beanspruchung bildet sich die Muskulatur zurück und muss später erneut aufgebaut werden. Dank des dehnbaren Kinesio-Tapes wird das Gelenk zwar entlastet, die Muskulatur bleibt jedoch aktiv und stark.

Hilfreich sollen Kinesio-Tapes demnach bei einer Vielzahl von Beschwerden sein. Hierzu gehören Rücken- und Nackenschmerzen, Überlastungen der Muskeln, Beschwerden in den Sprunggelenken und Knien, Sehnenscheidenentzündungen und Tennisarm. Auch bei Zerrungen und Muskelfaserrissen kann Kinesio-Tape unterstützend bei der Heilung wirken. Auch hier entlastet es die Muskulatur, fördert die Durchblutung und soll so die Genesung vorantreiben. Dennoch kann man bei solch schweren Verletzungen nicht wie gewohnt trainieren. Der Muskel benötigt auch mit Kinesio-Tape eine gewisse Zeit, um sich zu regenerieren. Einige Physiotherapeuten gehen allerdings davon aus, dass die Heilung durch das Kinesio-Tape um etwa 50 Prozent beschleunigt wird. Wer es erst gar nicht zu einer Verletzung kommen lassen möchte, kann Kinesio-Tape auch vorbeugend einsetzen. Dank seiner stabilisierenden und durchblutungsanregenden Wirkung schützt es bei intensivem Training vor Verletzungen, ohne hinderlich zu sein.

Welche Bedeutung hat die Farbe?

Ein Thema, das Kinesio-Fans spaltet, ist die Frage nach der Farbe des Tapes. Die vier klassischen Farben sind Pink, Blau, Schwarz und Beige. Einige Anwender sind von den unterschiedlichen Wirkungen der Farben überzeugt. Kenzo Kase hat dies allerdings nie bestätigt. Seiner Aussage nach, begann er mit beigefarbenem Tape und erweiterte die Farbpalette, nachdem sich eine Schülerin über die triste Farbe beschwert hatte.

Haltbarkeit von Kinesio-Tapes?

Vor allem Spitzensportler, die täglich vielleicht sogar mehrmals trainieren, legen viel Wert auf die lange Haltbarkeit von Tapes. Tapes, die sich bereits beim Duschen nach einer Trainingseinheit oder gar noch während des Trainings von der Haut lösen, sind wenig hilfreich. Kinesio-Tapes verfügen jedoch über einen äußerst starken und dabei sehr hautfreundlichen Spezialkleber. Das Tape hält damit nicht nur Schweiß stand, es ist auch wasserfest und kann so beim Schwimmen oder Duschen getragen werden. Es empfiehlt sich allerdings, das Kinesio-Tape nach dem Kontakt mit Wasser leicht trocken zu föhnen, um die Haltbarkeit zu gewährleisten.

Je nach Beanspruchung verbleibt das Tape meistens etwa eine Woche auf der Haut und löst sich dann von allein. Die Haltbarkeit unterscheidet sich allerdings auch je nach Körperregion. An den Armen kann das Tape beispielsweise mehrere Wochen lang halten, während es sich in anderen Regionen, die starker Bewegung ausgesetzt sind wie zum Beispiel den Füßen, schneller löst.

Placebo oder Wissenschaft?

Zur Wirksamkeit von Kinesio-Tape gibt es unterschiedliche Ansichten. Es liegen nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen vor, die sich bisher mit Kinesio-Tape im Speziellen beschäftigt haben. Forscher aus Neuseeland konnten beispielsweise keine signifikanten Unterschiede zwischen gewöhnlichen Sporttapes und Kinesio-Tape feststellen. Amerikanische Forscher konnten hingegen die Wirksamkeit des Kinesio-Tapings in Studien mit Schulter-Patienten nachweisen. Auch in der Praxis berichten viele Leistungssportler von den schmerzlindernden Wirkungen, die bereits kurz nach dem Anlegen des Tapes eintreten. Als Heilmittel gegen Cellulite, wie es von einigen Seiten angepriesen wurde, konnte Kinesio-Tape allerdings bisher nicht bestätigt werden.

Anleitung: Richtig Tapen will gelernt sein!

Eine Frage, die sich vor allem Freizeitsportler stellen, ist, ob sie sich Kinesio-Tape selbst anlegen können. Während die einen darauf schwören, sich Kinesio-Tape nur von Physiotherapeuten und ausgebildeten Fachkräften kleben zu lassen, vertrauen andere auf die eigenen Fähigkeiten und legen selbst Hand an. Auch hier gibt es unterschiedliche Meinungen.

Bei schweren Verletzungen oder chronischen Beschwerden sollte man immer einen Fachmann um Rat fragen und die möglichen Ursachen abklären. Das Anlegen eines Tapes ist nicht immer so leicht, wie es aussieht, da häufig Kenntnisse über das Zusammenspiel der Muskeln oder den Verlauf der Muskelstränge notwendig sind. Daher empfiehlt es sich insbesondere für Leistungssportler, die Hilfe eines Physiotherapeuten in Anspruch zu nehmen. Zu beachten ist dabei, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen und auch nur sehr wenige private Krankenversicherungen für eine solche Behandlung aufkommen.

Wer sich den Gang zum Physiotherapeuten sparen möchte, kann es auch mit Selbstbehandlung versuchen, denn auch diese kann in vielen Fällen die gewünschte Wirkung erzielen. Im Netz findet man zahlreiche kostenlose Video-Anleitungen:

Anleitung: Kinesio-Tape bei Knieschmerzen:

Anleitung: Kinesio-Tape für den unteren Rücken / Lendenwirbelbereich:

Kinesio-Tape: Kurse und Bücher

Einige Institute oder Physiotherapiepraxen bieten Kurse an, in denen man die verschiedenen Taping-Techniken erlernt. Diese können jedoch mehrere hundert Euro kosten und stellen somit keine Ersparnis gegenüber der Tape-Anlage durch einen Physiotherapeuten dar. Etwas günstiger ist hingegen die Aneignung des Wissens durch Bücher. Die wichtigsten Anlagetechniken kann man beispielsweise mithilfe des Buches „K-Taping: Ein Praxishandbuch Grundlagen, Anlagetechniken, Indikationen“ von Birgit Kumbrink erlernen. Sollte man jedoch auch einige Tage nach der Selbstbehandlung keine Besserung spüren, liegt dies meist an einer falschen Anlage. Dann ist es empfehlenswert, das Kinesio-Tape von einem Fachmann kleben zu lassen.

Wo kann man Kinesio-Tapes kaufen?

Erhältlich sind die Kinesio-Tapes in Apotheken, in Drogeriemärkten oder auch im Online-Handel. Preislich liegen die Produkte je nach Länge meist im Rahmen zwischen 9-15 Euro. Viele Händler bieten auch vorgeschnittene Tapes, sogenannte Precuts, an. Sie sind bereits auf die richtige Länge zugeschnitten und müssen nur noch angelegt werden.

Fazit

Ob Kinesio-Tapes ein teurer Hype oder doch sinnvolle Mittel gegen Schmerzen sind, bleibt wohl für viele Menschen ein Streitpunkt. Ohne fundierte Beweise durch wissenschaftliche Studien bleibt es jedem Sportler selbst überlassen, die Wirkung der Tapes zu testen und über den Nutzen zu entscheiden. Doch ob blaues oder doch pinkes Tape, ob Selbstbehandlung oder Anlage durch einen Fachmann – die Kinesio-Tapes werden wohl auch in den kommenden Jahren weiterhin Farbe in den Sport bringen.

Fitness bei der Arbeit: Active Desk kombiniert Schreibtisch und Hometrainer

Vermutlich jeder kennt das Problem. Nach einem langen und stressigen Arbeitstag fehlt mal wieder die Zeit fürs Fitnessstudio bzw. Lauftraining. Gelegentlicher Bewegungsmangel ist natürlich unproblematisch, doch wer den ganzen Tag im Büro sitzt und sich dauerhaft zu wenig bewegt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko an Herz-Kreislauf Problemen zu erkranken. An einer Lösung des Problems arbeitet derzeit Jim Martin von der Universität Utah mit seiner Erfindung Active Desk. Hierbei handelt es sich um einen modifizierten Schreibtischstuhl, der um die Komponenten eines Hometrainers erweitert wurde.

Hinzu kommt eine Angepasste und heraus fahrbare Tischplatte, die es ermöglicht die Arme beim Tippen bequem darauf abzulegen und so die Ellbogen zu unterstützen.

Natürlich sollte man das Training bei der Arbeit nicht übertreiben. Schließlich möchte niemand total verschwitzt im nächsten Meeting sitzen. Ein 8-stündiges Workout mit dem Hometrainer könnte man zudem schon unter Extremsport einordnen, was wiederum sehr negative Auswirkungen auf die Arbeitsleistung hätte (Extremsport lässt das Gehirn schrumpfen). Der Erfinder empfiehlt daher, sehr gemächlich in die Pedale zu treten. Er selbst erreicht dadurch einen Kalorienverbrauch zwischen 300-800 Kalorien täglich. Tester berichten nach der Daueranwendung von einem Gewichtsverlust zwischen 1-2 Kilo nach einem Monat.

Wo kann man den Active Desk kaufen?

Der Schreibtisch-Hometrainer hat derzeit noch den Status eines Prototyps. Auf der Crowdfunding Seite RocketHub werden derzeit noch Sponsoren für die weitere Entwicklung gesucht. Der Entgültige Preis steht auch noch nicht fest. Wer sich allerdings als Sponsor mit $2.000 beteiligt, erhält einen der ersten Schreibtisch-Hometrainer aus der Produktion.

Was haltet Ihr vom Active Desk?

P90X Workout – extremes Home Fitnessprogramm aus den USA

Bei „P90X“ könnte man schnell an einen Kumpel der beiden Star Wars-Droiden R2-D2 und C-3PO denken, doch weit gefehlt. Hierbei handelt es sich um das derzeit angesagte und beliebteste Home Fitnessprogramm in den USA. Hinter dem Kürzel versteckt sich die Bezeichnung „Power 90 Extreme“ und bezeichnet ein DVD-Trainingsprogramm Set, mit dem man in 90 Tagen fitter, schlanker und durchtrainierter werden soll. Was steckt dahinter? Wir stellen euch P90X mal etwas genauer vor!

Was Home Fitnessprogramme angeht, bin ich von Hause aus kritisch. Vor allem, wenn die Workouts auch noch mit den guten, alten Vorher-Nachher-Bildern beworben werden, die einem einen unfassbaren Traumbody in wenigen Wochen suggerieren. Okay, bei P90X verhält es sich nicht anders und auch hier werden wieder die typischen Fitness-Werbemittel hervorgezaubert. Aber wenn ein Fitnessprogramm Abermillion Mal bei Youtube geklickt und generell ein gutes Feedback bekommt sowie bei Amazon bei fast 1.500 Kundenrezensionen eine Bewertung von 4,5 von 5 möglichen Sternen bekommt, wird man zumindest neugierig. Keine Frage, in den USA ist Power 90 Extreme – kurz P90X – voll im Trend.

P90X DVD Set © Wikipedia

P90X: Das sind die Trainingsinhalte

Das Workout kann jeder zu Hause absolvieren, wobei jeden Tag ein 60 minütiges Workout (bzw. 90 Minuten beim Yoga Workout) auf dem Programm. Das P90X Trainingsprogramm ist auf 90 Tage ausgelegt und umfasst 12 DVDs und ist in 3 verschiedenen Phasen aufgebaut, wobei das Workout das „Muscle Confusion“ Prinzip verfolgt ist. Darunter ist zu verstehen, dass die Workouts und Übungen sehr unterschiedlich sind und sich der Muskel somit erst gar nicht an das Training gewöhnt werden kann – die Muskulatur wird „verwirrt“. Auf diese Weise wird ein Stagnation verhindert und der Trainings- und Abnehmerfolg bleibt besser erhalten, als wenn immer wieder nach dem gleichen Trainingsplan mit den gleichen, immer wiederkehrenden Übungen trainiert wird. Vor allem Kraftsportler kennen diesen sog. Plateau-Effekt, weswegen man auch seinen Trainingsplan alle 4 bis 6 Wochen ändern sollte.

Von Krafttraining über Cardioworkout bis Yoga – alles enthalten

Ein weiterer Vorteil des P90X Fitness-Programms ist die Integration von ganz verschiedenen Trainingsarten. So setzt sich das Workout aus einem muskelspezifischem Krafttraining (Splittrainings), Cardioworkout, Material Arts (Kampfsport-Übungen wie Tritte und Schläge), Plyometrics (Sprungtraining), Yoga, Pilates und Stretching zusammen. Das Ergebnis ist ein zwar äußerst intensives Intervalltraining, welches aber sehr bunt und abwechslungsreich gestaltet ist, was sich nicht zuletzt auch positiv auf die Motivation auswirkt. Das Ziel beim P90X ist somit klar definiert: „Get in the best shape of your life“ („Komme in die Form deines Lebens“)!

Intensives Ganzkörpertraining mit vielen Effekten

Das DVD Home Fitnessprogramm P90X darf als ein Ganzkörpertraining beschrieben werden, dass die Fettverbrennung ankurbelt und das Abnehmen unterstützt sowie den Aufbau von Kraft, Muskeln, Ausdauer, Agilität, Koordination und Beweglichkeit verbessert. Abgerundet wird das ganze durch einen ausführlichen Ernährungsplan („Nutrition Plan“), der für den Erfolg des Trainingsprogramms sehr wichtig ist – ganz egal, welche Ziele man auch immer erfolgt: Gewichtsabnahme, Muskelaufbau oder das Erreichen eines besseren Fitnesslevels.

Der Ernährungsplan lässt sich problemlos auch von Anfängern umsetzen und leicht verständlich. Man erhält Hinweise und Tipps, welche Nahrungsmittel man bevorzugt essen sollte und darüber hinaus wird eine Art Baukasten-Prinzip verfolgt, so dass sich jeder nach persönlichen Vorlieben seine Ernährung zusammenstellen kann. Ein kleines Rezeptbuch gibt dabei auch ein paar leckere und gesunde Anregungen.

Equipment: Welches Zubehör braucht man für P90X?

Doch ganz ohne einige Fitnessgeräte und Trainingszubehör geht es bei P90X leider nicht. Folgende Utensilien sind erforderlich:

  • Kurzhanteln – für diverse Arm- und Beinübungen
  • Klimmzugstange – für diverse Rückenübungen (für Frauen kein absolutes Muss)
  • Expander bzw. Tubes – als praktische Ergänzung oder Alternative für Hanteln und Klimmzugstange, um diese Übungen zu simulieren; besonders für Anfänger empfehlenswert
  • Yogamatte – für weicheren und rutschfesten Untergrund für verschiedene Bodenübungen
  • Pulsuhr (optional) – um die gewünschte Herzfrequenz beim Cardiotraining zu kontrollieren
  • Liegestütz-Griffe (optional)
  • Gymnastikball (optional)
  • Trainingshandschuhe (optional)

P90X: Disziplin und Kampfgeist als Voraussetzung

Wer Erfolg mit P90X – es müssen ja nicht gleich Zauberergebnisse a la Vorher-Nacher-Bilder aus der Werbung sein – haben will, muss aber einige wichtige Regeln befolgen und Grundeigenschaften an den Tag legen: Knallharte Disziplin, regelmäßiges Training sowie die Bereitschaft, sich täglich zu „quälen“ und dabei sein Bestes zu geben. Und das konstant über einen Zeitraum von 90 Tagen – 3 Monate! Wer P90X bis zum Ende durchhält, wird mit Sicherheit vorzeigbare Ergebnisse erzielen.

Selbstverständlich lässt sich das aber auch mit herkömmlichem Kraft- und Ausdauertraining gute Erfolge erzielen, wenn regelmäßig und intensiv trainiert wird und zugleich auf die Ernährung geachtet wird. Aber wer lieber „an die Hand genommen“ werden will und keine Lust und Zeit für den Besuch im Fitnessstudio hat, sollte sich durchaus das trendige und beliebte Home-Fitness Workout von P90X genauer ansehen. Interessenten finden hier sowie auf der offiziellen Homepage weitere Informationen und können die DVD-Box P90X samt Ernährungsplan und Kalender zur Dokumentation der Fortschritte direkt bei Amazon zum Preis von 129 Euro bestellen.

Fitbit One: Schrittzähler und Schlaftracker im Test

Das Aufzeichnen der eigenen Sportaktivitäten wird immer beliebter (Stichwort: Self Tracking). Bereits heute ist gefühlt jeder zweite Jogger mit Smartphone und Lauf-App unterwegs. Einen weiteren Schritt in Richtung Alltagstauglichkeit geht Fitbit mit dem Tracker The One™, den ich nun seit knapp zwei Wochen teste. Hinter dem unscheinbaren Gerät verbirgt sich ein Aktivitäts-Tracker, der tagsüber die zurückgelegten Schritte, Stockwerke, gelaufenen Strecken und den Kalorienverbrauch aufzeichnet und mit dem man nachts sogar den eigenen Schlafrhythmus überwachen kann.

Design & Befestigung

Der Fitbit One ist in den Farben Schwarz und Burgunderrot erhältlich. Im Vergleich zum Vorgängermodell Fitbit Ultra ist The One™ noch einmal geschrumpft und misst nun nur noch 48 x 19,3 x 8,65 mm. Mit nur 8 Gramm fällt The One™ überdies kaum ins Gewicht. Dank mitgeliefertem Clip (Silikonhülle) kann man den Fitbit One an Gürtel, Hosentasche oder BH befestigen, oder noch praktischer, einfach in die Hosentasche stecken. Die Befestigung mittels Clip ist sehr stabil, meine anfängliche Sorge dass ich den Fitbit One unterwegs verlieren könnte, war bisher unbegründet. Das Gerät ist allerdings so unscheinbar, man sollte nicht vergessen, es vor dem Waschen aus der Hosentasche zu entfernen. Der Fitbit One ist zwar spritzwassergeschützt, so dass Regen und Schweiß kein Problem sind. Laut Herstellerangabe ist der Fitbit One allerdings nicht wasserdicht und wird den Ausflug in die Waschmaschine vermutlich nicht überstehen.

Schritte zählen und mehr

Um die Gesundheit nachhaltig zu verbessern, sollte man täglich mindestens 10.000 Schritte gehen. Der durchschnittliche Büroangestellte schafft davon aber nur knapp 3.000. Auf dem kleinen aber gut ablesbaren Display werden in Echtzeit die bisher zurückgelegten Schritte des Benutzers angezeigt. Zum Schrittzählen verwendet der Fitbit One einen 3-Achsen-Beschleunigungssensor der sich auch von Ablenkungen, wie beispielsweise Schütteln, nicht manipulieren lässt.
Daneben wird auch die zurückgelegte Distanz auf Basis der gelaufenen Schritte berechnet. Eine Überprüfung der gelaufenen Strecke mittels GPS ergibt, dass der Schrittzähler relativ genau arbeitet. Dank Höhenmesser kann man sich auch die bewältigten Stockwerke anzeigen lassen. Eine Manipulation mittels Rolltreppe ist auch hier nicht möglich. Überdies zeigt der Fitbit One die bisher verbrauchten Kalorien an. Um Mitternacht werden die Werte zurückgesetzt, die Daten bleiben aber 23 Tage im Gerät gespeichert. Wer die Daten langfristig auswerten möchte, muss den Tracker regelmäßig mit der Website/App synchronisieren.

Einrichten der Website / App

Ganz entscheidend für alle Benutzer ist die Fitbit Website/App, denn hier laufen alle Daten zusammen. Hier muss man sich zunächst mit seinem Gerät registrieren und ein kostenloses Kundenkonto erstellen. Im Rahmen des Setups muss der User auch diverse Daten wie Körpergröße, Gewicht und Schrittweite eintragen, welche für die spätere Berechnung von Distanzen und Kalorienverbrauch herangezogen werden. Fortan werden alle Daten automatisch gespeichert, sobald man sich dem PC/Mac, Smartphone oder Tablet-Rechner auf bis zu sechs Meter nähert. Die Datenübertragung erfolgt mittels Bluetooths 4.0. Da ältere Rechner nicht unbedingt Bluetooth 4.0 unterstützen, ist ein USB-Dongle im Lieferumfang enthalten, welchen man für die Übertragung zum heimischen Computer nutzen kann. Die Daten werden vom Heimcomputer automatisch an das Fitbit Portal gesendet, wo diverse Online Statistiken einsehbar sind. Die Datenübertragung klappt im Test sowohl beim PC als auch beim Smartphone einwandfrei.

Mehr über das Schlafverhalten erfahren

Besonders spannend finde ich ja die Möglichkeit den eigenen Schlafrhythmus aufzuzeichnen – schließlich kriegt man vom eigenen Schlaf am wenigsten mit. Dafür muss man den Tracker aus dem Clip/Gummihülle herausnehmen und mittels mitgelieferter Manschette am Handgelenk befestigen. Mit Manschette zu schlafen ist zu Beginn ein wenig ungewohnt, insgesamt habe ich dies aber als wenig störend empfunden.

Durch längeres Drücken der Taste beginnt der Schlafmodus. Hierbei wird aufgezeichnet, wie lange das Einschlafen gedauert hat und wann und wie oft man sich nachts bewegt. Das Display ist natürlich zu klein für eine genaue Schlafauswertung. Hierfür muss man morgens den Fitbit One mit dem PC/Smartphone synchronisieren und erhält so interessante Einblicke in den eigenen Schlafrhythmus:

Das Gerät verfügt übrigens auch über eine Weckfunktion mittels Vibrationsalarm, so dass der Partner/die Partnerin nicht gestört wird. Den Wecker stellt man über die Website ein.

Nicht ganz korrekt ist, dass das Gerät bereits vor dem Aufstehen einige Schritte auf dem Display anzeigt. Meine Befürchtung, ich würde schlafwandeln, ist allerdings unbegründet. Auch andere Blogger/Tester berichteten davon. Die angezeigten knapp 60-80 Schritte kann man aber leicht vernachlässigen.

Motivationshilfe

Der Fitbit One bietet aber noch mehr als Aktivitäts- und Schlafmessung. Als Motivationshilfe wird auf dem Display eine Blume angezeigt. Diese wächst bei viel Bewegung, schrumpft dann aber auch wieder schnell zusammen und ist daher nur bedingt zur Motivationssteigerung geeignet. Auf der Website gibt es noch ein zusätzliches Belohnungssystem mit diversen Abzeichen. Wer beispielsweise 10.000 Schritte oder auch 10 Stockwerke am Tag schafft erhält dies. Überdies wird man per Email über das Erreichen eines Zieles informiert. Außerdem kann man sich in der Community mit anderen Fitbit-Nutzern vergleichen und sich gegenseitig bei den Laufaktivitäten übertrumpfen.

Eingabe der Lebensmittel

Ganz praktisch ist, dass man auf der Fitbit Website fortan alle Lebensmittel angeben kann, die man zu sich genommen hat und diese vom Programm einfach in Kalorien umgerechnet werden; der jeweilige Kalorienverbrauch wird einfach gegengerechnet. Was bei einigen früheren Testberichten kritisiert wurde, sind die fehlenden Übersetzungen. Dies ist aber mittlerweile geändert, die Lebensmittel/Kalorien wurden aus dem Englischen übersetzt.

Andere Sportaktivitäten

Da der Fitbit One primär ein Schrittzähler ist, können nur Aktivitäten, bei denen das Laufen im Vordergrund steht gemessen werden. Aktivitäten wie beispielsweise Yoga, Schwimmen oder Gartenarbeit werden nicht berücksichtigt. Es besteht aber die Möglichkeit, diese manuell inkl. Dauer einzutragen. Die verbrannten Kalorien werden dann vom System automatisch berechnet, oder man kann die Werte manuell eingeben.

Aufladen

Der Fitbit One hat einen sehr geringen Stromverbrauch, man muss das Gerät nur alle 1-2 Wochen aufladen (laut Herstellerangabe 1-mal pro Woche). Das Aufladen erfolgt über das mitgelieferte USB-Kabel und dauert ca. 2 Stunden.

Andere Geräte einbinden

Wer bereits Schritte, Schlafrhythmus und Lebensmittel mit dem Fitbit One trackt, möchte unter Umständen auch Gewicht, Körperfett und den Body-Mass-Index (BMI) aufzeichnen. Im Fitbit Account kann man die WLAN-Waage Aria vom gleichen Hersteller verknüpfen. Wer eine klassische Waage oder eine WLAN-Waage eines anderen Herstellers benutzt, muss die Werte allerdings manuell eintragen.

Kosten und Lieferumfang

Der Fitbit Fitnesstracker The One™ ist für etwa 99 Euro im Handel erhältlich. Im Lieferumfang sind neben dem eigentlichen Gerät auch noch ein USB-Dongle (für Bluetooth 4.0) sowie ein USB-Kabel (zum Aufladen) und der Clip zur Befestigung an der Kleidung enthalten. Die Nutzung des Webportals ist kostenlos. Möchte man seine Daten allerdings exportieren (CSV), benötigt man zusätzlich einen kostenpflichtigen Premium-Account für 45 Euro jährlich.

Fazit

Der Fitbit One ist definitiv eine Motivationshilfe für mehr Bewegung! Abends nach der Arbeit reicht mir ein kurzer Blick aufs Display. Wenn dann noch ein paar Schritte zum Tagesziel fehlen, steige ich schon mal spontan 1-2 Stationen früher aus der U-Bahn oder laufe noch ein paar Runden.

Zielgruppe sind alle, die Ihren Alltag aktiver gestalten möchten und sich mehr bewegen möchten. Eingefleischte Läufer werden aber weiterhin spezielle Lauf-Apps mit zusätzlichen Funktionen wie GPS, Geschwindigkeitmessung und Google Maps Kartenmaterial bevorzugen.

Der Preis von € 99 ist aufgrund der umfangreichen Tracking Funktionen – Laufen, Schlafen, Essen – gerechtfertigt. Punktabzüge gebe ich wegen der zugehörigen kostenpflichtigen Dienstleistungen. Der Export der eigenen Daten sollte meiner Ansicht nach kostenfrei sein.