Erfahrungen mit Fitness First: Black Label Clubs im Test

Da ich einen großen Wert auf die körperliche Fitness lege, habe ich in der Vergangenheit bereits zahlreiche Fitnessstudios ausprobiert. Durch einen Freund bekam ich den Tipp, auch dem Anbieter „Fitness First“ mal eine Chance zu geben. Ich meldete mich zum Probetraining an und machte einige interessante Erfahrungen.

Getesteter Clubtyp: Black Label

Fitness First bietet mehrere Offerten für unterschiedliche Gesellschaftsschichten. Bei meinem Besuch machte ich direkt mit der teuersten Kategorie „Black Label“ meine Bekanntschaft. Hier wirkt alles etwas gediegener und durchaus nobel. Im Gegensatz zu anderen Studios der Kette ist das Angebot umfangreicher: Es gibt einen größeren Bereich zur Wellness, die Trainer kümmern sich noch etwas intensiver um ihre Klienten und auch die Maschinen machen einen sehr guten Eindruck. Leider sind dafür auch die Preise etwas höher als in anderen Fitnesscentern.

Erste Schritte: Anleitung durch den Trainer

Natürlich hatte ich es erwartet, bei meinem Eintritt sofort in die richtige Handhabung der Maschinen unterwiesen zu werden und im Idealfalle auch einen eigenen Übungsplan erstellt zu bekommen. „Fitness First“ ging jedoch noch einen Schritt weiter: Ich wurde durch einen wirklich kompetenten Coach auf vorherige Sportverletzungen, Haltungsschäden und etwaige chronische Leiden hin befragt. Auch wurde der Anteil an Körperfett gemessen und eine grobe gesundheitliche Einschätzung verfasst. Auf dieser Basis bekam ich letztlich einen individuell angefertigten Trainingsplan, der den Besonderheiten meines Körpers gerecht wurde.

Der Trainer: Enge Begleitung bei den Übungen

Positiv empfand ich es dabei, dass sich die Betreuer sehr intensiv mit ihren Klienten befasst haben. Denn neben der Erstellung des Übungsplanes und der Einweisung an den Maschinen wurde oftmals die sportliche Betätigung auf sehr höfliche Weise unterstützt. Hierzu zählte insbesondere das Korrigieren etwaiger Fehler in der Handhabung oder der Körperhaltung. Mit einigen motivierenden Worten auf den Lippen machte es zudem gleich doppelt so viel Spaß, sich dem Training zu widmen. Die Zahl an Übungsleitern war zumindest in diesem Fitnesscenter auch so gestaltet, dass immer einer von ihnen angesprochen werden konnte.

Die Geräte: Nicht nur schwere Hanteln

Die zur Verfügung gestellten Maschinen machten einen durchweg überdurchschnittlichen Eindruck. Doch das alleine faszinierte mich nicht. Vielmehr schien „Black Label“ eine Abkehr von dem gängigen Klischee der Muckibude erreichen zu wollen. Es gab nicht sonderlich viele Hantelbereiche. Dagegen wurde stark auf gymnastische Elemente zur Unterstützung der Körperhaltung gesetzt. Insofern sind alle Geräte vorhanden, die man sich wünschen kann. Immer wieder wird aber darauf hingewiesen, statt einer Hantelbank doch auf einem Gymnastikball zu trainieren und damit effektiver zu agieren.

Die Fitnesskurse: Viel Lust, wenig Frust

Gemeinhin bin ich kein Fan solcher Kurse. Dennoch muss man „Fitness First“ attestieren, dass es einige interessante Angebote für die allgemeine Fitness, den Muskelaufbau sowie mehr Vitalität gab. Die Größe der Gruppen war jeweils bei maximal 12 Teilnehmern festgelegt. Aus diesen wurden zudem solche Teams gebildet, die eine ähnliche Leistungsstärke aufwiesen. Damit ist gewährleistet, dass alle Mitglieder in einem Kurs auf Augenhöhe trainieren – Spaß und Motivation sind also gesichert. Es war auch jederzeit problemlos möglich, einer Gruppe beizutreten oder sie wieder zu verlassen.

Mein Fazit: Gehobenes Niveau der Fitness

Für rund 100 Euro Monatsgebühr darf man etwas mehr verlangen, als herkömmliche Studios bieten. Ein großes und vor allem nicht überfülltes Center mit überwiegend netten Klienten. Zudem ein immenser Wellnessbereich mit Wasserbecken und Saunen. Auch das sportliche Angebot war mehr als üppig. Es ist gut zu wissen, dass die Trainer sich um das Wohl der Mitglieder kümmern und ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zumindest „Black Label“ mag daher viel kosten, aber auch sehr viele Möglichkeiten eröffnen.

Preise und Mitgliedschaft bei Fitness First

Die Mitgliedschaft in den Lifestyle Clubs von Fitness First (kostengünstigste Kategorie) ist ab einem Preis von 34,95 Euro monatlich möglich. Bei diesem Einstiegspreis bindet man sich allerdings an bestimmte Trainingszeiten, z. B. ist der späte Nachmittag ausgeschlossen. Außerdem ist dieser Preis nur für Studenten und bei mehrjähriger Clubmitgliedschaft möglich. In der Regel liegen die in den Lifestyle Clubs zu zahlenden Monatsbeiträge daher zwischen 49 und 59 Euro bei einem Einjahresvertrag. Wer deutschlandweit trainieren möchte und nicht nur in seinem Stammclub, zahlt monatlich 20 Euro extra. Momentan gibt es über 80 Clubs in Deutschland. Fitnessstudios findet man in allen hiesigen Großstädten, von Berlin über Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Köln, Leipzig, München bis Stuttgart. Zudem gibt es Clubs in vielen mittelgroßen Städten wie z.B. Freiburg, Dresden, Göttingen, Münster oder Potsdam.

Bei der Klubkategorie Fitness First Women (ehemals for Ladies) ist das Preisniveau ähnlich wie bei den Lifestyle Clubs. Einziger Unterschied bei dieser Klubkategorie ist, dass Kurse und Geräteangebote mehr auf Wünsche- und Problemzonen der weiblichen Zielgruppe ausgerichtet sind.

Fitness First Platinum / Fitness First Black Label

Ein erweitertes Fitnessangebot mit Kursen, Wellnessbereich und häufig auch Schwimmbad bieten die Platinum (Mittelklasse) und Black Label Clubs (Oberklasse) von Fitness First. Hier kostet der Mitgliedsbeitrag entsprechend mehr, bei Platinum Clubs ca. 60-75 Euro, bei Black Label Clubs aktuell ca. 100 Euro monatlich.

Kosten bei Vertragsschluss

Bei Vertragsabschluss fällt außerdem eine einmalige Verwaltungs- (49,99 Euro) und Clubgebühr (variabel ca. 60-80 Euro) an. Um die genauen Trainingskosten zu erfahren, empfiehlt es sich ein Probetraining in einem der über 100 Studios durchzuführen. Fitness First bietet Interessenten hierfür einen kostenlosen 3 Tages Trainingsgutschein inkl. 50 Euro Rabatt auf die Clubgebühr. Der Gutschein enthält bei Vertragsabschluss auch 4 Termine mit einem Trainer zur Trainingsvorbereitung und ein Starterset bestehend aus Rucksack, Handtuch und Kopfhörern.

Vorbereitung aufs Probetraining

Damit das Fitnessstudio auch garantiert euren Geschmack trifft, solltet ihr vorbereitet zum Probetraining erscheinen! Ein paar wichtige Hinweise worauf ihr bei der Auswahl des Fitnessstudios achten solltet, findet Ihr in unserem Beitrag „Das richtige Fitnessstudio finden„.

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