Krafttraining und Ernährung: Tipps für unterschiedliche Körperbautypen

Jeder von uns baut unterschiedlich schnell Muskeln auf. Dagegen kann man leider nicht viel tun, außer sein Training nach seinem Körperbau umzustellen bzw. anzupassen. Wie das funktioniert und was die Begriffe Ektomorph, Mesomorph und Endomorph bedeuten und damit zu tun haben, könnt ihr im folgenden Artikel nachlesen.

Es gibt verschiedenen Körpertypen. Die einen bauen in kurzer Zeit einen beeindruckenden Bizeps auf, doch dafür will das Bauchfett nicht verschwinden. Bei anderen hingegen läuft die Fettverbrennung auf Hochtouren, dafür ist der Muskelaufbau das Problem. Wer sich in dem einen oder anderen Typen wieder erkennt, sollte das Training und die Ernährung den Körperbau anpassen. Und so funktionierst…

Der Grund dafür, warum guter Muskelauf- und Fettabbau bei jedem von uns so unterschiedlich ist, kann in denverschiedenen Körperbautypen liegen.

Muskeln. Foto: RightIndex by Flickr
Muskeln. Foto: RightIndex by Flickr

Diese sind genetisch festgelegt und können grob in drei Typen unterschieden werden: ektomorph, mesomorph und endomorph! Jedem werden bestimmte charakteristische Merkmale zugeschrieben, die für den Trainingserfolg von Bedeutung sind.

Zwar kommen die drei Typen nicht in der Reinform vor. Dennoch ist es hilfreich zu wissen, welchem Körperbau man selber am ehesten entspricht. Das kann helfen, die verfolgten Ziele schneller zu erreichen. Denn aller genetischen Voraussetzung zum Trotz: Das Training und die Ernährung haben einen enormen Einfluss auf dein optisches Erscheinungsbild.

Ektomorph – der schnelle Stoffwechseltyp

Dieser schlanke und drahtige Typ ist durch schmale Schultern, schmale Hüfte sowie lange Arme und Beine gekennzeichnet. Der Körperfettanteil ist niedrig, dafür hat der Ektomorph auch wenig Muskelmasse. Die Muskeln sind in ihrer Form dabei eher länglich und schmal. Mit dem Muskelaufbau hat der Ektomorph aufgrund der langsamen und schlechten Regeneration seine liebe Mühe. Dafür klappt es mit der Definition umso besser, da Körperfett gut abgebaut wird, werden die aufgebauten Muskeln schnell und gut unter der Haut sichtbar. Der Stoffwechsel geht bei Ektomorph sehr verschwenderisch mit den Nährstoffen um.

  • Krafttraining für Ektomorph: Kurze, intensive Trainingseinheiten – komplexe Grundübungen (Bankdrücken, Kniebeuge, Klimmzüge etc.) zur Ausschüttung von Wachstumshormonen – ergänzendes Ausdauertraining in der Aufbauphase nur sparsam einsetzen, um Energie für den Muskelaufbau zu sparen

Einfache, aber effektive Umstellung des Krafttrainings

Stagnation beim Krafttraining ist keine Seltenheit. Irgendwann scheint der Muskel bzw. der Körper seine Grenzen erreicht zu haben. Doch noch lange kein Grund die Motivation zu verlieren geschweige denn irgendwelche anabolische Stimulanzien einzuwerfen. Mit ein paar kleinen Tricks kann das Krafttraining gleich viel effektiver gestaltet werden. Welche, liest Du im folgenden Artikel.

Jeder der bereits seit ein paar Jahren regelmäßig Krafttraining betreibt, kennt das „Problem“. Während noch in den ersten Wochen die Trainingserfolge – und somit auch der Muskelaufbau und –zuwachs – nicht lange auf sich warten ließen, werden die Fortschritte mit der Zeit immer geringer.

Hantel. Foto: Flickr by jontunn
Hantel. Foto: Flickr by jontunn

Ein ganz normaler Prozess, da sich der Körper an die Belastung angepasst hat. Natürlich erst recht, wenn immer die gleichen Übungen, mit der gleichen Trainingsintensität (bspw. Trainingsgewicht) oder Wiederholungszahl trainiert werden. So können wir uns vielleicht über einen Erhalt der Muskeln erfreuen, doch Fortschritte bleiben aus. Und am Ende auch die Motivation.

Neue Reize im Krafttraining setzen

Die Lösung lautet: neue Reize setzen! Hierfür bedarf es gar nicht viel. Denn bereits mit ein paar kleinen Handgriffen können große Veränderung erzielt werden. Hier ein paar Tipps, wie ihr neuen Schwung ins Krafttraining bekommt.

1.) Das einfachste Mittel ist, die Reihenfolge der Übungen zu wechseln und immer wieder durchzumischen. Bereits so stiftet ihr für den Körper „Verwirrung“ und die Muskeln bekommen schnell neue Reize. Einfache, aber effektive Umstellung des Krafttrainings weiterlesen

Memory Effekt – schneller Muskelaufbau nach langer Trainingspause

Der Memory Effekt ist ein wunderbares Phänomen. Setzt man mal eine Zeit lang mit dem Krafttraining aus, verhilft diese „Erinnerungsfunktion“ zu einem raschen Wiederaufbau der verloren gegangen Muskulatur.

Es gibt viele Gründe, mal für einige längere Zeit mit dem Fitness-Training auszusetzen. Im schlimmsten Falle hat man sich eine typische Verletzung beim Krafttraining eingefangen und ist wochenlang außer Gefecht gesetzt oder man hat einfach ein kleines Tief, keine Lust und Zeit (Meine drei Motivationstipps) oder es läuft eben die Fußball-Weltmeisterschaft, die mir zurzeit einen Strich durch meinen Trainingsplan macht. Doch kein Grund zur Panik. Wer jetzt glaubt, die über Jahre hart antrainierten Muskeln schnell zu verlieren und beim Widereinstieg im Krafttraining quasi bei Null anfangen zu müssen, kann durchatmen: Dem Memory Effect sei Dank!

Pause. Foto: istolethetv by Flickr
Pause. Foto: istolethetv by Flickr

Muskeln für Körper eine Luxusware

Erstmal dauert es ein bisschen, bis der Körper beginnt, die Muskelmasse schrittweise abzubauen. Laut Faustregel in etwa so lange, wie es dauert diese aufgebaut zu haben. Bei einem Kaloriendefizit erfolgt der Muskelabbau natürlich schneller. Aber so oder so – ein Abbau der Muskulatur wird bei sportlicher Inaktivität definitiv eintreten.

Der Grund ist klar: Für den Körper sind Muskeln nichts anderes als ein Luxusgut, welches einfach viel zu viel Kalorien verbraucht. Schließlich gelten sie nicht umsonst als Verbrennungsöfen, die auch im Ruhezustand für einen höheren Kalorienverbrauch sorgen. Also, nichts wie weg damit – denkt sich der Körper. Beim Betroffenen macht sich entsprechend Frustration breit und mit der Lust auf das nächste Krafttraining ist es erstmal dahin. Doch keine Sorge, der Memory Effect verhilft euch nach einer längeren Trainingspause wieder schnell zu einem gewohnten muskulösen Aussehen. Aber warum?

Memory Effect verhilft zum raschen Muskelaufbau

Muskeln besitzen eine Art „Erinnerungsfunktion“, den Memory Effect. Diese erleichtert den Aufbau zu einem schon einmal antrainierten Niveau erheblich. Wer also nach einer längeren Abstinenz das Krafttraining wieder aufnimmt, darf sich über einen raschen Muskelzuwachs freuen. Laut Wissenschaftler, die die genauen Zusammenhänge dieses Phänomens noch nicht abschließend klären konnten, merkt sich der Körper die Ausprägung der Muskulatur auf einer Ebene der Nervenbahnen. Dort sind die Kraftwerte gespeichert und werden mehr oder weniger abgerufen, wenn das Krafttraining wieder einsetzt. Memory Effekt – schneller Muskelaufbau nach langer Trainingspause weiterlesen

Krafttraining und sichtbare Adern: Was kann man dagegen tun?

Hervortretende Adern sind nicht jedermanns Sache. Doch wer regelmäßig Krafttraining betreibt, darf sich früher oder später über sichtbare Venen – vor allem in der Körperperipherie wie Arme oder Beine – nicht wundern. Wer aber während des Trainings nicht wie der adernversehene Hulk aussehen will, sollte auf die Atmung achten.

Ob ästhetisch oder nicht. Wo viel und schweres Eisen gestemmt wird, treten bei vielen Männern die Adern oft dermaßen stark hervor, dass man Angst bekommen kann, dass diese gleich platzen. Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um eine ganz normale physiologische Erscheinung. Denn durch die Muskelanspannung kommt es zu einer Kompression in den Gefäßen.

Pressatmung. Foto: Flickr by bionicteaching
Pressatmung. Foto: Flickr by bionicteaching

Und da die Arterien natürlich munter weiter Blut vom Herzen wegtransportieren, kommt es in den Venen zu einem Blutstau. Vergleichbar mit einem Gartenschlauch, der geknickt wird. Die Folge ist, dass bei großer Muskelanstrengung die Adern stark hervortreten. Doch da sich der Blutstau schnell löst, bestehen keine gesundheitlichen Risiken.

Das Hervortreten der Adern beim Training verhindern

Wer aber nicht immer so einen verkrampften Eindruck beim Krafttraining machen will, kann eigentlich nur zwei Sachen tun.  Krafttraining und sichtbare Adern: Was kann man dagegen tun? weiterlesen

XCo Trainer – Übungen und Workouts mit dem Schüttelrohr

Der XCo-Trainer ist eine besondere Hantel. Sie besteht aus witterungsunabhängigem Aluminium und hat im Inneren ein spezielles Granulat, welches als Schwungmasse fungiert und dadurch das Training effektiver macht. Die XCo-Hantel kann vielseitig eingesetzt werden, egal ob zum Laufen, Walking oder für ein normales Workout.

Workout mit dem Schüttelrohr. So in etwa kann man das Training mit eiern XCo-Hantel knapp zusammenfassen. Durch dynamisches Hin- und Herbewegen werden Arme, Schultern, Bauch und Rücken trainiert.

Kraftimpuls für effektives Training

Das besondere ist der so genannte XCo-Effekt. Der tritt jedesmal auf, wenn das Granulat durch das Hin- und Herbewegen auf die Endkappen trifft und so einen Kraftimpuls auslöst.

XCo-Trainer. Foto: Flickr by XCo-fever
XCo-Trainer. Foto: Flickr by XCo-fever

Dieser überträgt sich nahezu auf den gesamten Oberkörper – von Arm, Schulter, Rücken bis hin zum Rumpf. Der XCo-Effekt strahlt bis tief in das Bindegewebe aus, wodurch schneller und vermehrt neue Zellen produziert werden sollen. Doch nicht nur die Muskulatur profitiert davon, sondern auch die gesamte Herz-Kreislauf-Wirksamkeit. Zudem soll durch den Einsatz dieser optisch an einen Staffelstab erinnernde Hantel der Kalorienverbrauch laut Hersteller um bis zu 33 Prozent gesteigert werden. Klingt auf jeden Fall sehr viel versprechend.

Vielseitig einsetzbar

Was mir persönlich am XCo-Trainer gefällt, ist die vielseitige Einsetzbarkeit. Wer sie während des Laufens benutzt, kann auf diese Weise scheinbar ganz praktisch seinen gesamten Oberkörper mittrainieren. Alternativ kann man diese besondere Hantel auch ganz einfach zuhause für ein heimische Workout benutzen, wobei die Wirkung durch einfaches hin- und herschütteln ausgelöst wird. Doch die Hersteller bieten hierfür natürlich unterschiedliche XCo-Trainer an. XCo Trainer – Übungen und Workouts mit dem Schüttelrohr weiterlesen

Negativtraining – mehr Muskeln durch intensive Trainingsform

Wenn trotz regelmäßigem Krafttraining die Leistungen oder der Muskelaufbau stagniert, hilft meist nur eine Umstellung des Trainingsplans. Die Lösung könnte Negativtraining heißen. Eine intensive Trainingsmethode, die vor allem für die Entwicklung der Maximalkraft hilfreich ist.

Wer permanent nach der klassischen Muskelaufbaumethode mit 8 bis 15 Wiederholungen trainiert, wird langfristig nicht den maximalen Muskelzuwachs erreichen. Denn der Körper gewöhnt sich schnell an den Trainingsreiz, was den Muskelaufbau zum Erliegen bringt. Daher müssen neue Reize gesetzt werden. Diese schocken förmlich die Muskeln, die so zum Wachstum angeregt werden.

Mehr Intensität dank Negativwiederholungen

Doch was ist zu tun? Erst einmal muss ein Trainingsplan in einem anderen Wiederholungsbereich her. Doch darüber hinaus, sollte man sich an den verschiedenen Methoden zur Steigerung der Trainingsintensität bedienen. Vor allem das Maximalkrafttraining hilft, Leistungsstagnationen zu durchbrechen. Das Maximalkrafttraining ist charakterisiert durch wenige Wiederholungen (drei bis acht) pro Satz bei hohen Trainingsgewichten. Aber auch über den Einbau von Negativwiederholungen solltet ihr nachdenken, denn diese garantieren eine weitere Steigerung der Intensität.

Aber was sind Negativwiederholungen? Im Mittelpunkt steht dabei die negative Phase – also die nachgebende Phase – einer Wiederholung, in der wir um einiges stärker sind, als in der überwindenden Phase. Anhand von Bankdrücken lässt sich das Negativtraining am besten beschreiben. Negativtraining – mehr Muskeln durch intensive Trainingsform weiterlesen

Entspannt und fit durch Taijiquan (Tai-Chi-Chúan)

Taijiquan ist eine der ältesten Volkssportarten und stammt aus der Volksrepublik China. Taijiquan ist eine hoch entwickelte innere Kampfkunst die den Körper fit hält, die Konzentrationsfähigkeit steigert und zusätzlich Entspannung für die Seele beinhaltet. Die vereinfachte Form des Taijiquan eignet sich bestens um entspannt in den Tag zu starten und die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Die Bewegungen des Taijiquan sind in allen chinesischen Kampfkünsten erhalten und grundsätzlich sind die Bewegungskombinationen bestens für den Bereich der Selbstbeteiligung geeignet. Das Bewegungssystem des Taijiquan enthält sehr viele Grundlagen der Qigong Systeme und doch sind die Bewegungskombinationen zwischen Qigong und Taijiquan sehr unterschiedlich. Jede Bewegungseinheit setzt sich aus mehreren Bildern oder anders ausgedrückt, aus mehreren Einzelbewegungen zusammen. Wichtig sind beim Taijiquan die fliesenden Bewegungen die die gesamte Körpermuskulatur beanspruchen. Die längste Übung besteht aus 100 Einzelbildern, also einer Bewegungsabfolge die 100 Bewegungen beinhaltet.

Wie man sieht sehen die Bewegungsabläufe sehr einfach und wenig anstrengend aus, doch wer Taijiquan für sich entdeckt, der wird sehr schnell merken wie die gesamte Körpermuskulatur beansprucht wird und wie sie dauerhaft gestärkt wird. Selbst Profisportler greifen gerne zu Taijiquan, da hier Muskeln beansprucht werden, die bei anderen Sportarten nicht beansprucht werden.
Tailiquan hat eine lange Tradition und kann sowohl Solo als auch als Partnerübung durchgeführt werden. Bei den Partnerübungen zeigt sich deutlich, dass die Tailiquan Übungen gut sind um die Selbstverteiligung zu stärken. Die Bekannteste Partnerübung ist das Tuishou die „schiebenden Hände“. Hierbei sorgen die Taijiquan Bewegungen dafür, dass die Hände und Arme des gegenüber immer wieder vom eigenen Körper weggeschoben werden und so ein Angriff nicht möglich wird. Besondere Form ist das Waffen Taijiquan, hier wird mit chinesischen Schwertern, Säbeln, Fächern, Kurzstöcken, Langstöcken oder Speeren der Bewegungsablauf trainiert. Wer alle Formen des Taijiquan einmal live erleben möchte, kann sich auch in Deutschland Wettkämpfe ansehen, hier werden die Ausführungen der Bewegungsabläufe bewertet und dies auch bei Partnerübungen. Freie Kämpfe finden allerdings nicht statt, da Taijiquan als reine Selbstverteidigung und als effektives Fitnessprogramm gesehen werden sollte.