Erfahrungen mit Weight Watchers: Test & Erfolge

Da bereits einige meiner Bekannten das Diätprogramm von Weight Watchers nutzen, habe auch ich vor einiger Zeit mit der Teilnahme begonnen. Wichtig war für mich, dass das Diätprogramm leicht verständlich ist, und das ist bei Weight Watchers definitiv der Fall. Das Diät-Programm funktioniert nach einem ganz einfachen Prinzip, nämlich das jedem Nahrungsmittel eine bestimmte Punktzahl zugeordnet wird. Jedem Teilnehmer wird dann eine individuelle Punktzahl zugeordnet, die er an einem Tag „verbrauchen“ darf. Die Weight Watchers Diät beinhaltet also nicht, dass man sich an einen strikten Diätplan halten muss, sondern es muss lediglich darauf geachtet werden, dass die Tagespunkte nicht überschritten werden.

Zuerst Gruppenbesuch, später Teilnahme am Online-Programm

Was die Teilnahme angeht, so habe ich mich zunächst dazu entschlossen, einmal wöchentlich zu den Gruppensitzungen zu gehen. Das regelmäßige Treffen mit den anderen Teilnehmern steigert meiner Meinung nach die Motivation, zumal ganz offen über das Gewicht gesprochen wird. Eine wichtige Ergänzung zur Gruppensitzung ist natürlich das Führen eines Tagebuches, in dem ich jede Mahlzeit mit den entsprechenden Punktewerten eingetragen habe. Nach einiger Zeit bin ich dann allerdings auf die Online-Teilnahme umgestiegen, weil ich aus beruflichen Gründen nicht mehr an den Gruppentreffen teilnehmen konnte.

Frei Wahl der Speisen, aber auch leckere Menüvorschläge

Einen Vorteil sehe ich beim Weight Watchers Diätprogramm darin, dass einem nicht vorgeschrieben wird, welche Speisen und Nahrungsmittel man zu sich nehmen darf. Wichtig ist nur, dass alle Mahlzeiten am Tag zusammengerechnet die Tages-Sollpunkte nicht überschreiten. Für mich war diese „Freiheit“ bei der Wahl der Nahrungsmittel sehr wichtig. Denn zuvor hatte ich bereits zahlreiche andere Diäten ausprobiert, die fast immer beinhalteten, dass man sich streng an einen Essensplan halten musste. Positiv fand ich zudem, dass es bei Weight Watchers dennoch zahlreiche Vorschläge für leckere und kalorienarme Menüs gibt. Diese Vorschläge habe ich öfter genutzt, wenn ich einmal keine Lust hatte, mir mein Mittagsmenü „auszudenken“. Die vorgeschlagenen Mahlzeiten fand ich meistens sehr lecker und auch abwechslungsreich.

Essen nach Punkten: Foto: Flickr/Slice of Chic
Essen nach Punkten: Foto: Flickr/Slice of Chic

An das Punktezählen gewöhnt man sich relativ leicht

Zu Beginn des Weight Watchers Diätprogramms hatte ich ehrlich gesagt die Befürchtung, dass mir das ständige Punktezählen auf die Dauer schlichtweg auf den Wecker gehen würde. In der Praxis habe ich dann allerdings festgestellt, dass man sich schnell daran gewähnt, die verschiedenen Nahrungsmittel mit Punkten zu belegen. Nach etwa einem Monat kannte ich bereits die Punktewerte vieler Nahrungsmittel, die ich bevorzugt einkaufe. Ich empfand das auf jeden Fall als deutliche Erleichterung, denn in den ersten Wochen war es doch recht zeitaufwendig und manchmal auch etwas nervig, bei jedem Einkauf nachzuschlagen, welche Punkte die einzelnen Nahrungsmittel haben. Wenn man die ersten Wochen jedoch mit etwas Disziplin durchhält, dann nimmt das Punktezählen nach einiger Zeit kaum noch Zeit in Anspruch.

Meine Ergebnisse und Bewertung des Weight Watchers Diätprogramms

Für mich hat sich die Teilnahme am Weight Watchers Diätprogramm gelohnt, da ich in etwa sechs Monaten mein Gewicht um knapp zehn Kilogramm reduzieren konnte. Die Gefahr es berüchtigten Jojo-Effektes halte ich persönlich für sehr gering, da man sich selbst entscheiden kann, welche Nahrungsmittel man zu sich nimmt. Man muss also seine Essgewohnheiten nicht vollständig ändern, sodass man sich im Prinzip sein Leben lang nach diesem „Muster“ ernähren kann. Die Teilnahme bei Weight Watchers ist zwar nicht ganz preiswert, aber ich halte den Betrag für gut investiert. Ich habe zunächst für die Gruppentreffen den Monatspass für knapp 40 Euro genutzt und später dann monatlich rund 16 Euro für die Online-Teilnahme gezahlt.

Weight Watchers – abnehmen mit Essen nach Punkten!

Weight Watchers ist eines der wenigen Diätprogramme, das man gleichzeitig auch als Ernährungsprogramm gelten lassen kann. Es wird viel Wert auf eine kalorien- und fettreduzierte Mischkost mit ausreichend Eiweißzufuhr gelegt, denn die Pfunde purzeln leider auch bei Weight Watchers nicht von selbst.

Eine Ernährungsumstellung steht im Vordergrund, aber ohne sich wie bei vielen anderen Diäten quälen zu müssen. Dafür stellt Weight Watchers seinen Mitgliedern Vorschläge zu über 1.000 geeigneten Gerichten zur Verfügung. Dass man sich ab und zu ruhig etwas gönnen darf, ist ein enormer Vorteil dieses Programms. Zu verdanken hat man dieses Diätprogramm einer Amerikanerin namens Jean Nidetch, die vor über 40 Jahren selbst erfolglos mit ihrem Übergewicht kämpfte und daraufhin auf die Idee kam, sich mit gleich gesinnten Freundinnen zu treffen, um das Problem gemeinsam anzugehen. Erfolgreich!

 

Bei einem ersten Besuch in der Weight Watchers Gruppe legt man ein im Normalbereich liegendes Zielgewicht fest. Man wird über das Punktesystem informiert, bei dem jedem Nahrungsmittel oder Getränk Punkte zugerechnet werden. Dann hat man sich nach einem individuell berechneten, täglichen Richtwert der Punkte zu richten, der auf keinen Fall überschritten werden sollte. Kalorienreiche Nahrungsmittel wie Kuchen oder Chips haben demnach viele Punkte, wohingegen viele Gemüse- und Obstsorten gegessen werden können, bis man aus allen Nähten platzt. Man kann sich ruhig mal ein Eis oder einen Schokoriegel für ein paar Punkte mehr gönnen, wenn man nicht dabei vergisst, auf den Richtwert zu achten. Hier empfiehlt es sich durch Sport zusätzliche Punkte zu erwerben, die man zusätzlich „vernaschen“ darf. Die einmal wöchentlich stattfindenden Weight Watchers Treffen, bei denen man gewogen wird, unterstützen die Diät zusätzlich.

Für die Teilnahme am Weight Watchers Programm ist eine Mitgliedsgebühr von 15 Euro monatlich fällig. Wer sich online anmeldet erhält in den ersten 3 Monaten eine Vergünstigung von 25 Euro. Weight Watchers ist definitiv für alle zu empfehlen, die immer einen Kampf gegen ihren inneren Schweinehund führen und die nötige Motivation aus dem Konkurrenzkampf mit Leidensgenossen innerhalb der Gruppe ziehen.